Osnabrück (ots) – Ins Leere gelaufen
Wie umfangreich ist der Wettskandal tatsächlich, wie wasserdicht
sind die zahlreichen Verdachtsmomente der Ermittler, wer ist wirklich
beteiligt? Der Fall Reichenberger, der eigentlich gar keiner ist,
verdeutlicht, dass auch aufgrund hysterischer Berichterstattung
infame Anschuldigungen ins Leere laufen. Wie schützt man sich vor
derartigen Übergriffen? Wenn Reichenberger und seine Anwälte gegen
öffentliche Vorverurteilungen vorgehen würden, wäre das verständlich.
Der Imageschaden für ihn und den VfL Osnabrück ist enorm. Deshalb ist
es gut, dass so schnell Reichenbergers Unschuld an die Öffentlichkeit
dringt. Der Spieler ist rehabilitiert. Alle, die mit seinem Namen
Auflage machen wollten, sollten ins Grübeln kommen.
Der Wettskandal hat eine Eigendynamik entwickelt, die immer neue
Geschichten, Unwahrheiten und Absurditäten hervorbringt. Die
Entlastung des Osnabrücker Kapitäns ist ein Lehrbeispiel dafür, dass
der Weg zu Gerechtigkeit über Offenheit führt. Noch ist unklar, wie
der Name des VfL-Spielers überhaupt in die Lawine der Nachrichten
über die Betrugsaffäre geraten ist. Fest steht: Diejenigen, die
Reichenberger öffentlich an den Pranger gestellt haben, sollten sich
bei ihm schnellstens entschuldigen.
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