Osnabrück (ots) – Vertrauen gesucht
Wie ein schwerer Ausnahmefehler dürfte Microsoft die Ankündigung
vorkommen, dass Google ein Betriebssystem entwickeln will. Und damit
in Konkurrenz tritt zum wichtigsten Gewinnbringer im eigenen Haus:
Windows.
Experten orakeln bereits, dass dieser erneute Nadelstich den
Software-Giganten mehr als nur piken könnte. Doch bei aller
Aufregung: Bislang ist Google zwar als Suchmaschinenbetreiber top,
doch beim Vertrieb von Programmen nur einer unter vielen. Das gilt
sowohl für die kostenlosen und webbasierten Büroanwendungen als auch
für den Internet-Browser Chrome als Alternative zu Microsofts
Explorer.
Der Schlüssel zum Erfolg des von Bill Gates gegründeten
Unternehmens liegt dabei gar nicht mal in der Qualität der Produkte,
sondern vielmehr in der Tatsache, dass fast alle neu verkauften PC
die Microsoft-Software vorinstalliert haben. Um das zu ändern, muss
Google bei den Kunden noch Überzeugungsarbeit leisten. Etwa um
klarzustellen, dass dank des webbasierten Betriebssystems billigere
Computer ausreichen, die Anwender also Geld sparen können.
Noch stärkerer Argumente bedarf es aber in Sachen Vertrauen. Wer
will schon sensible Daten bearbeiten mit Programmen, die eine
Internetverbindung erfordern? Zumal immer dringlicher davor gewarnt
wird, persönliche Daten im World Wide Web preiszugeben.
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