Osnabrück (ots) – Total verfehlte Sinnstiftung
Schuld sind Regierung und Bundestag. Wenn inzwischen fast zwei
Drittel der befragten Deutschen den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan
ablehnen, liegt das vor allem an der total verfehlten Sinnstiftung
durch die Politik.
Sie gibt bis heute keine klaren Ziele vor. Mit ihrem Gerede vom
Nicht-Krieg nährt sie das grandiose Missverständnis, am Hindukusch
sei Aufbau möglich, ohne sich dort mit den kriminellen und
extremistischen Menschenschindern anzulegen, die von Krieg und Armut
profitieren.
Logisch, dass nur noch so wenige Deutsche verstehen, warum sie für
diesen Einsatz schon mehr als drei Milliarden Euro zahlen mussten.
Noch weniger, um welcher Sache willen Deutsche in Afghanistan
sterben.
Was schiefläuft, spiegelt aktuell die Bundestags-Entscheidung über
die Entsendung von AWACS-Flugzeugen mit teils deutscher Besatzung
wider.
Die Regierung – typisch – begründet sie mit der Regelung des
bescheidenen zivilen Flugverkehrs, anstatt klar zu sagen: Es ist für
die Befriedung des Landes ein wichtiger Fortschritt, dass die
afghanische Armee heute 90 Prozent ihrer Transporte selber fliegt.
AWACS-Maschinen unterstützen sie in der Flugleitung. Und das ist
sinnvoll, weil alle Erfolge beim Aufbau von Militär und Polizei
Deutschland einem Ende seines Afghanistan-Einsatzes näher bringen.
Und zwar einem guten und ehrenvollen.
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