Neue OZ: Kommentar zu Bundesregierung / Integration



Osnabrück (ots) – Taten zählen, nicht Reden und Pläne

Nein, der fünfte Integrationsgipfel war kein Kaffeekränzchen, wie manche Kritiker vor der Begegnung im Kanzleramt befürchtet hatten. Und überflüssig war das Treffen ebenfalls nicht. Denn Integrationsgipfel sind allein schon nötig wegen der alternden, schrumpfenden Bevölkerung in Deutschland. Und auch, weil immerhin 16 Millionen Menschen in Deutschland ausländische Wurzeln haben.

Der fünfte Integrationsgipfel war konkreter als die vier vorherigen Treffen. So verabschiedeten die Teilnehmer einen Nationalen Aktionsplan. Auf nicht weniger als 450 Seiten listet das Papier für Themen wie Spracherwerb, Bildung oder Sport genaue Ziele und Zeitrahmen auf. Damit ist die Bundesregierung auf dem richtigen Weg. Denn die Phase der symbolischen Zusammenkünfte und Modellprojekte sollte mittlerweile längst vorbei sein. Jetzt muss es viel weiter gehen, um in der Arbeit für Migranten Fortschritte zu erzielen. Ein höherer Anteil von Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die Anerkennung von beruflichen Abschlüssen und ständige Sprachangebote: Das sind greifbare Beispiele.

Wie erfolgreich das Vorgehen der Bundesregierung ist, zeigt sich erst am Ende der Wahlperiode. Dann wird die schwarz-gelbe Koalition an Ergebnissen gemessen werden und nicht an schönen Reden und Plänen. Und nach wie vor gilt, was längst bekannt ist: Integration ist keine Einbahnstraße, sondern gelingt nur, wenn Migranten selbst mitwirken.

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Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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