Osnabrück (ots) – Sinnvolle Kontrolle
Die EU-Kommission genehmigt das deutsche Bad-Bank-Modell. Ob das
eine gute Nachricht ist, wird wohl erst die Zukunft zeigen. Zumindest
wollte es die Bundesregierung so, und nun muss sie mit den
Konsequenzen leben. Die bürokratischen sind schon absehbar: Denn im
Gegenzug verpflichtet sich die Regierung, jede Bank, die giftige
Papiere auslagert, auf ihre Rentabilität hin zu prüfen oder gar einen
Plan zur Umstrukturierung für sie zu erstellen.
Das bedeutet nicht nur viel staatliche Aufsicht, sondern auch viel
staatliche Arbeit. Ob dafür überhaupt die geeigneten Sachverständigen
vorhanden sind, muss angesichts des Versagens der Bankenaufsicht bei
der HRE bezweifelt werden. Der Fall zeigt aber genauso, dass
Kontrolle unerlässlich ist.
Noch ist aber gar nicht raus, wie viele Geldhäuser sich diesen
staatlichen Prüfungen unterziehen. Die Landesbanken haben damit
sicher weniger Probleme. Bei ihnen sitzt die Politik ja sowieso schon
in den Verwaltungsräten. Hoffen wir, dass sich auch die Privaten in
die Karten schauen lassen. Denn nichts wäre fataler, als dass eine
Bank aus Verschwiegenheitsfanatismus lieber den Ritt auf der
Rasierklinge riskiert, als ihre Bücher zu öffnen.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: 0541/310 207
No Comments on "Neue OZ: Kommentar zu Bad Banks"