Hamburg (ots) – Die Zulassung neuer Top Level Domains (TLD) durch die “Internet Corporation for Assigned Names and Numbers” (ICANN) eröffnet auch neue Möglichkeiten für die Wohltätigkeitsarbeit: Mit Hilfe der TLD .hiv möchte die Initiative dotHIV Spenden im Kampf gegen das Virus und AIDS sammeln. Vor diesem Hintergrund wird die Organisation versuchen, sich die Vergaberechte für die Domainendung .hiv zu sichern. Anschließend können zum Beispiel Unternehmen, Einzelpersonen oder Interessenverbände sich gegen ein bestimmtes Entgelt einen Namen für ihre Webseite mit der Endung .hiv sichern. Die Einnahmen daraus stellt dotHIV dann Organisationen und Projekten zur Verfügung, die sich dem Kampf gegen HIV und AIDS verpflichten.
Was im Kampf gegen AIDS und HIV bisher fehlt ist ein globaler Raum im Internet, der engagierte Unternehmen mit Usern und Notleidenden zusammenführt: die digitale Rote Schleife. dotHIV füllt diese Lücke, indem Anbieter und Nutzer des Internets zusammen aktiv werden und durch Angebot und Nachfrage der .hiv-Domains eine neue Sichtbarkeit des Problems herstellen. “Wer HIV und AIDS global bekämpfen will, muss global handeln,” sagt Nils Möller von der Hamburger Agentur kempertrautmann, die hinter der Initiative steht. Die Idee entstand während der Arbeit für die Michael Stich Stiftung, die sich speziell für HIV-infizierte Kinder einsetzt.
Jeder Klick auf .hiv wird zur Spende: Jetzt geht es darum, Unterstützer für das Projekt zu gewinnen. Entscheidend sind jene Unternehmen, die sich als erste mit .hiv-Endung zeigen – im Idealfall Technik- und Meinungsführer. Anfang des Jahres 2012 wird bei der “Internet Corporation for Assigned Names and Numbers” ICANN die Bewerbung eingereicht. Die ICANN hatte erst kürzlich bekannt gegeben, dass sie den Markt der TLDs für neue Zwecke öffnen will. Die Seiten mit der Endung .hiv sollen als “Zwillingsschwestern” bereits bekannter Seiten online gehen. Die aufgerufenen Seiten bleiben dieselben, nur verwandelt jeder Klick auf die .hiv-Seiten die über den Domainvertrieb angesammelten Gelder in Spenden. Hinzu kommen gezielte Spenden-Aktionen. So füllen Domainvertrieb und Domainbetrieb einen wachsenden Spendenpool für den Kampf gegen HIV. Später entscheiden dann die User, welche Projekte gefördert werden und wachen dabei über Transparenz und Zweckmäßigkeit.
Zwar sollen die ersten Seiten mit der Endung .hiv erst Ende 2012 eingeführt werden. Doch schon jetzt startet dotHIV eine Kampagne im Social Web. Zunächst wird via Community-Building auf Facebook ein direkter Kommunikationskanal zu themenaffinen Usern aufgebaut. Dazu gehören Firmen mit CSR-Engagement im Bereich HIV/AIDS sowie solche mit einem Schwerpunkt E-Business. Außerdem richtet sich die Initiative an Anti-HIV-Aktivisten und Digital Natives.
Pressekontakt:
Carolin Silbernagl | +49 176 244 383 16 | cs@dothiv.org
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