Baierbrunn (ots) – Was passiert, wenn mein Blutzucker im Schlaf
stark sinkt und ich nicht aufwache? Eine Angst, die viele Diabetiker
umtreibt. Sollte man den Zuckerspiegel daher zur Sicherheit auch
nachts kontrollieren? Der Münchner Diabetologe Dr. Helmut Pillin hält
das nur in speziellen Fällen für nötig: Etwa wenn jemand tagsüber
viel Sport getrieben hat oder nach abendlichem Alkoholgenuss. Beides
erhöht das Risiko für eine Unterzuckerung. Auch wenn jemand sehr
unruhig schläft oder häufig durchgeschwitzt oder mit Kopfschmerzen
aufwacht, könne das auf eine abgelaufene Unterzuckerung hinweisen, so
Pillin im Apothekenmagazin “Diabetiker Ratgeber”. Dann sei eine
nächtliche Kontrollmessung, am besten zwischen zwei und drei Uhr,
durchaus sinnvoll. Schwere Unterzuckerungen machen im übrigen meist
so starke Symptome, dass man aufwacht. In jedem Fall gehört neben dem
Messgerät auch Traubenzucker auf den Nachttisch, um sich im Falle
eines Zuckertiefs schnell helfen zu können.
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