Nach Twitter: Foursquare und Gowalla / Wo bist Du gerade? Lieblingslocations mitteilen



Hannover (ots) – Sie kombinieren soziale Netze mit virtuellem
Stadtführer und spielerischen Elementen: die neuen mobilen
Applikationen Foursquare und Gowalla, die schon als Nachfolger von
Twitter gehandelt werden. Ob sich die Plattformen durchsetzen, hängt
nicht zuletzt von ihrem Vermarktungsansatz ab, schreibt das
IT-Profimagazin iX in seiner aktuellen Januar-Ausgabe.

Wo bei Twitter die Frage “Was machst Du gerade?” in 140 Zeichen
beantwortet werden soll, geht es bei Foursquare und Gowalla um das
“Wo bist Du gerade?” Die 140 Zeichen reduzieren sich hier auf einen
Button-Klick ähnlich wie beim Geo-Tagging und der Ort ist
lokalisiert. Zurzeit ist Foursquare für mehr als 100 Städte
international freigeschaltet, in Kürze soll es in allen größeren
Städten verfügbar sein.

Als Anreiz bekommen Nutzer für ihre Logins digitale
Auszeichnungen, so genannte Badges. So wird derjenige, der einen
bestimmten Ort am häufigsten besucht, Mayor (Bürgermeister) und
erhält kostenlose Getränke, Mahlzeiten oder Dienstleistungen. Auch
bei Gowalla kann man sich an seinen Lieblingslocations – seien es
Sehenswürdigkeiten, Restaurants oder Bars – einchecken und diese
seinen Freunden mitteilen. Während man bei Foursquare Tipps zu den
einzelnen Orten hinterlassen kann, steht bei Gowalla das Entdecken
der Stadt im Vordergrund. Hinzu kommt auch hier das Konzept des
Suchens, Tauschens und Sammelns von virtuellen Gütern, wie es
beispielsweise World of Warcraft erfolgreich vorgemacht hat. Im
Vergleich zu Foursquare ist Gowalla reduzierter im Funktionsumfang,
dadurch aber wesentlich klarer und intuitiver in der Handhabung.
Zudem weist es derzeit eine höhere Zahl von Locations im
deutschsprachigen Raum auf als Foursquare.

Auch Twitter tritt als etablierte Größe in Konkurrenz zu den
beschriebenen Diensten. So hat der Dienst mit der Freischaltung
seiner Geolocation API einen entscheidenden Schritt in Richtung
,Outernet’ getan. Darüber hinaus darf man Facebook nicht vergessen,
das unter anderem durch den Zukauf von FriendFeed bewiesen hat, dass
sich innovative Features und Services auch ,insourcen’ lassen.

“Die weitere Entwicklung hängt nicht zuletzt davon ab, wie
Foursquare, das derzeit gemäß Expertenmeinung in punkto
Venture-Capital-Beliebtheit sowie Nutzungszahlen klar die Nase vorn
hat, die nächsten Schritte angeht”, meint Jürgen Seeger,
iX-Chefredakteur. “Konzentriert sich Foursquare zu stark auf die
Erfüllung von Businesszielen und agiert ungeschickt im
,location-based Advertising’, hat Gowalla bessere Chancen. Denn auch
diese Plattform bietet Raum für Business.”

Titelbild iX 01/10
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