N-ERGIE baut neue Umspannanlage in Wachenhofen



(pressebox) Nürnberg, 13.10.2009,

Ende 2009 wird eine neue Umspannanlage der N-ERGIE in Wachenhofen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in Betrieb gehen. Für die neue Anlage investiert das Unternehmen rund 4 Mio. Euro. Der Grund für den Bau der Umspannanlage ist die Erweiterung des Windparks Heidenheim von 10 auf 16 Megawatt (MW) Leistung: Der Zuwachs an Leistung würde das Stromnetz überlasten und damit die Versorgungssicherheit in diesem Bereich gefährden. Durch die neue Umspannanlage kann der Strom netzverträglich eingespeist werden.

Aufgabe der Umspannanlage ist es, den Strom aus dem Hochspannungsnetz (110 Kilovolt) auf Mittelspannung (20 Kilovolt) zu transformieren und umgekehrt den zeitweise vorhandenen Überschuss der Einspeiseleistung der EEGAnlagen in das Hochspannungsnetz zu transformieren.

Die Anlage ist an die 110-Kilovolt-Freileitung der N-ERGIE zwischen Weißenburg und Gunzenhausen angeschlossen.

Ende 2007 begann die N-ERGIE mit den Planungen, der Baubeginn war im März 2009. Im November 2009 soll die Anlage in Betrieb gehen.

Erneuerbare Energie und das Stromnetz

Seit 2005 ist beim Anschluss von Anlagen, die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert werden, ein enormer Zuwachs zu beobachten. Ziel des EEG ist es, durch Investitionsanreize die Erzeugung von Strom aus regenerativen Energien zu fördern und damit einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Im Netzgebiet der N-ERGIE ist die Einspeiseleistung aus EEG-Anlagen seit 2005 um 250 Prozent angestiegen. 2008 speisten hier rund 15.000 EEG-Anlagen etwa 920 Mio. Kilowattstunden (kWh) Strom ein.

Gerade aktuell ist beim Anschluss von Eigenerzeugungsanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Bayern ein regelrechter Boom zu beobachten. Besonders die Anzahl der anzuschließenden Fotovoltaik-Anlagen ist so hoch wie nie zuvor. Auch bei der N-ERGIE Netz GmbH ist in den vergangenen Monaten die Anzahl der Anfragen auf Anschluss von EEG-Anlagen sprunghaft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 70% angestiegen. Bereits in den Monaten Januar bis August 2009 erreichten den Netzbetreiber rund 4.700 Anfragen. Zum Vergleich: Im gesamten letzten Jahr waren es 3.000.

Bis zum Jahr 2020 sieht die deutsche Bundespolitik einen Anteil an 25-30% an erneuerbaren Energien vor.

Diese Entwicklung hat entscheidende Auswirkungen auf das Stromnetz: Damit der durch regenerative Erzeugung produzierte Strom im Verteilnetz sicher und netzverträglich transportiert werden kann, müssen Netzbetreiber wie die N-ERGIE Netz GmbH Netzverstärkungsmaßnahmen durchführen.

Die Kosten der N-ERGIE für Netzverstärkungsmaßnahmen stiegen 2008 um 295 Prozent auf 4,3 Mio. Euro an. Dies entspricht etwa 7% der gesamten Investitionen im Netzbereich.

Im gesamten Netzgebiet der N-ERGIE befinden sich etwa 50 Umspannanlagen. Aufgrund der steigenden Anzahl von EEG-Anlagen ist der Bau weiterer Umspannanlagen in den nächsten Jahren zu erwarten.
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