Hamburg (ots) –
- Einheitliche Anlaufstelle für Dienstleister und Existenzgründer
eingerichtet
- Effiziente Unterstützung durch intelligente IT-Lösung
- Fundament für strategische E-Government-Plattform
Unter der Internet-Adresse https://www.ea.berlin.de bietet Berlin
Dienstleistern und Existenzgründern aus EU-Ländern jetzt
Online-Service aus einer Hand. Sie können ihr Gewerbe online bei
einer einzigen Anlaufstelle beantragen und dadurch lange Wege, Zeit
und Kosten sparen. Technische Grundlage für das neue unternehmer- und
bürgerfreundliche Angebot ist eine IT-Lösung, die von der Berliner
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen zusammen mit
T-Systems, dem IT Dienstleistungszentrum Berlin, Steria Mummert
Consulting, cit und tarent konzipiert und umgesetzt wurde. Mit
Unterstützung der Informationstechnik erfüllte die Stadt Berlin
fristgerecht die Vorgaben der europäischen Dienstleistungsrichtlinie.
Um Zeit und Kosten zu sparen, nutzten die Projektpartner
weitgehend Infrastrukturen, die in der Stadt bereits vorhanden waren.
Dazu gehören Rechenzentren und Softwarekomponenten wie
Dokumentenmanagement, Vorgangsbearbeitung, virtuelle Poststellen und
elektronische Behördenpostfächer. Die neue IT-Lösung verbindet auf
flexible Weise existierende Ressourcen und behördliche Fachverfahren
und unterstützt so die ressortübergreifende Zusammenarbeit von
Berliner Behörden. So lassen sich Informationen, Auskünfte, Formulare
und Anträge bei einem “Einheitlichen Ansprechpartner” bündeln, der
aus dem In- und Ausland elektronisch erreichbar ist. Die Einrichtung
dieses einheitlichen Ansprechpartners gehört zu den Hauptforderungen
der europäischen Dienstleistungsrichtlinie. Ihr Ziel ist ein
grenzüberschreitender Abbau von bürokratischen Hürden im
EU-Binnenmarkt.
Konzept mit Zukunftsperspektive – Berlin ist gut aufgestellt
Berlin hat mit der neuen Lösung und dem einheitlichen
Ansprechpartner nicht nur die Anforderungen des europäischen Rates
fristgerecht erfüllt. Der Senat nutzte die Chance,
Verwaltungsprozesse zu vereinfachen und das Serviceangebot auf
breiter Basis zu verbessern. Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des
Deutschen Städte- und Gemeindebunds, kommt in seinem Blog auf
eGovernment-Computing.de zu dem Schluss: “Das Land Hessen und Berlin
sind wohl am besten aufgestellt.” Die Kooperationen der Verwaltung
mit Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer Berlin, der Berlin
Partner GmbH und dem DGB-Bezirk Berlin-Brandenburg sorgen zudem
dafür, dass die Informationen und Serviceleistungen schon heute über
die Mindestanforderungen der Richtlinie hinausgehen.
Die technische Plattform ist durch ihre Serviceorientierte
Architektur (SOA) flexibel erweiterbar und soll zu einem Fundament
für die strategische E Government-Infrastruktur des Landes Berlin
weiterentwickelt werden. Auf diese Weise lassen sich später ohne
großen Aufwand weitere bürger- und unternehmerfreundliche
Online-Dienstleistungen einrichten, zum Beispiel für
Melderegisterauskünfte, die Zulassung von Fahrzeugen oder das
Anmelden einer Wohnung.
Klaus Poensgen, Vertriebsleiter bei T-Systems:
“Es ging allen Projektpartnern darum, möglichst kein Rad neu zu
erfinden. Die Lösung setzt mit ihrer serviceorientierten Architektur
auf die im Rechenzentrum der Stadt bereits vorhandene Infrastruktur
auf und ergänzt sie gezielt. Berlin hat dadurch Kosten und Zeit
gespart.”
Konrad Kandziora, Vorstand des ITDZ Berlin:
“Die Programmierung der Schnittstellen war anspruchsvoll, doch wir
wollten unbedingt auf bereits vorhandene Lösungen aufsetzen. So haben
wir mit der Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie das
eGovernment-Angebot für das Land Berlin wirtschaftlich und sinnvoll
erweitert.”
Peter Zagorski, Projektmanager Steria Mummert Consulting:
“Mit der Umsetzung der EU-DLR macht Berlin einen großen Schritt
hin zum aktiv gelebten E-Government. Die Produktivsetzung des
Berliner Systems setzt Maßstäbe in diesem Bereich.”
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