Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zum Rücktritt von Brandenburgs Verkehrsministerin Jutta Lieske:



Frankfurt/Oder (ots) – Matthias Platzeck ist ein Machtmensch. Und
folglich agiert er in Personalfragen schnell und abrupt. Das Motto
lautet: Nur keine Diskussion aufkommen lassen!  So wurde mit dem
Rücktritt von Jutta Lieske sofort ihr Nachfolger präsentiert. Das
Vorgehen ist jedoch kein Ausdruck der Stärke, sondern im Gegenteil
der Schwäche des SPD-Vormannes. Der brandenburgische Landesverband
hat nämlich ein Personalproblem, wie die Kandidatenfindungen bei
Bürgermeister- und Landratswahlen oder auch für Ministerposten
bezeugen. Der SPD-Chef hat Angst, dass sein Personal zerredet werden
könnte, also wird gar nicht darüber diskutiert. Es wird überhaupt
nicht mehr diskutiert, weil in der Partei der Eindruck entstanden
ist, dass sich das bei den schnellen und einsamen Entscheidungen
Platzecks nicht auszahlt. Und wo nicht diskutiert wird, gibt es keine
profilierten Politiker und keine Auswahl für Platzeck – ein
Teufelskreis.

Pressekontakt:
Märkische Oderzeitung
CvD

Telefon: 0335/5530 563
cvd@moz.de  

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