Halle (ots) – Denn ebenso sehr, wie das Festival seine Verortung
in der Stadt braucht, ist auch die Stadt mit ihrem Theater und ihren
Bauhausstätten, aber auch mit kleineren Schauplätzen wie dem
Johannbau und dem Beatclub, der Marienkirche und dem Schloss Georgium
auf das Kurt-Weill-Fest angewiesen. Immerhin stößt das erlesene
Programm alljährlich zuverlässig ein Fenster zur Welt auf – und lenkt
den Blick von Außen in die Stadt. Dass man damit überregional
wahrgenommen wird, ist gerade in schwierigen Zeiten unverzichtbar.
Auch deshalb ist die Idee, das Kurt-Weill-Fest verstärkt als ein
Forum für die Klassische Moderne zu begreifen, so bezwingend – weil
damit nämlich die Perspektive auf andere lokale Traditionen wie den
Flugzeugbau von Hugo Junkers oder das Bauhaus von Walter Gropius
erweitert wird.
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Mitteldeutsche Zeitung
Jörg Biallas
Telefon: 0345 565 4300
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