Mitteldeutsche Zeitung: zu Wachstum bei der Erbschaftssteuer



Halle (ots) – 4,6 Milliarden Euro Erbschafts- und Schenkungssteuern hier, 160 Milliarden Lohnsteuer da. Wer arbeitet, zahlt, wer erbt, zahlt zwar auch, wird aber vom Fiskus sehr zuvorkommend behandelt. Schon richtig: Wenn Eltern ein Vermögen erarbeitet haben, ist es schwer einzusehen, warum sie dieses nicht ihren Kindern, sondern dem Finanzamt vermachen sollen. Richtig ist aber auch: Ein allzu lasches Erbschaftssteuerrecht begünstigt reiche Familien, zementiert gesellschaftliche Strukturen über Generationen. Das heißt nicht, dass Deutschland eine rigidere Erbschaftssteuer bräuchte – aber ein bisschen tiefer darf der Staat den Gutbetuchten schon in die Tasche greifen.

Pressekontakt:

Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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