Halle (ots) – Nach Einschätzung des Konjunkturforschers Udo Ludwig
vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) könnte die
Wirtschaft in Ostdeutschland vom aktuellen Abschwung weniger
gebeutelt werden als in den westdeutschen Ländern. Das berichtet die
in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Sonnabend-Ausgabe). So
seien die Unternehmen in den neuen Ländern nicht so exportabhängig
wie viele Wettbewerber in den alten Ländern. Zudem sei der Einfluss
von privaten Banken – die besonders von der Finanzkrise betroffen
sind – an der Wirtschaftsleistung deutlich geringer. Das IWH rechnet
für dieses Jahr damit, dass die Wirtschaft in Deutschland um 1,9
Prozent schrumpfen wird. In Ostdeutschland erwarten die Forscher
dagegen nur ein Minus von 1,5 Prozent.
Die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt ist derweil im vergangenen Jahr
in den neuen Bundesländern am stärksten gewachsen. Das
Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach vorläufigen Schätzungen
preisbereinigt um 1,4 Prozent. In Deutschland nahm das
Wirtschaftswachstum im gleichen Zeitraum um 1,3 Prozent und in
Ostdeutschland (ohne Berlin) um 0,9 Prozent zu.
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