Halle (ots) – Thüringens ehemaliger Ministerpräsident Dieter
Althaus (CDU) rechnet angesichts seines Wechsels zu Magna nicht mit
einer späteren Rückkehr in die Politik. “Im Moment sehe ich das
nicht”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung”
(Samstag-Ausgabe). “Ich gehe jetzt den Weg mit Magna. Ich sehe im
Moment keine anderen Perspektiven. Das ist ein neuer Lebensabschnitt
mit einem neuen Aufgabenfeld.” Ein Wechsel in die Bundespolitik sei
nicht ernsthaft in Betracht gekommen, erklärte Althaus weiter: “Ich
habe mit der (CDU-Bundesvorsitzenden (Angela Merkel) intensiv
gesprochen. Aber ein Wechsel in die Bundespolitik war nicht
vorstellbar. Deshalb ist der Umstieg in die Wirtschaft eine tolle
Chance. Ich bin dankbar, dass ich das mit ganzer Kraft machen kann.”
Sein neuer Job lasse sich “mit einer aktiven Politik im Landtag
nicht vereinbaren”, betonte der CDU-Politiker. “Ich muss meine Kräfte
konzentrieren.” Althaus zufolge hat sich der Wechsel nach seinem
Rückzug vom Amt des Ministerpräsidenten in den Monaten Oktober und
November “angebahnt”. Die Zeit seit der Wende 1990 sei im Übrigen
“eine tolle Zeit” gewesen, “die ich mitgestalten durfte”, betonte er.
“Was wir geschaffen haben, kann sich sehen lassen. Das bleibt.” Den
Vorwurf des Thüringer Linksfraktionschefs Bodo Ramelow, die neue
Aufgabe bei Magna sei Lohn für die Subventionen, die das Unternehmen
unter Althaus’ Ägide bekommen habe, wies dieser zurück: “Ich teile
weder die politischen Vorstellungen von Herrn Ramelow noch seine
abstrusen Bemerkungen zu meinem Wechsel zu Magna”, sagte er der
“Mitteldeutschen Zeitung”. “Magna möchte die Durchlässigkeit von
Politik und Wirtschaft. Deswegen ist Magna auf mich zugegangen. Ich
finde das eine ganz normale und richtige Entwicklung.”
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Jörg Biallas
Telefon: 0345 565 4300
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