Halle (ots) – Der frühere deutsche Botschafter in Tel Aviv, Rudolf
Dreßler (SPD), hat dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin
Netanjahu nahe gelegt, seine Regierung umzubilden. Mit Blick auf den
am Mittwoch beginnenden Deutschland-Besuch Netanjahus sagte Dreßler
der in Halle erscheinenden ”Mitteldeutschen Zeitung”
(Mittwoch-Ausgabe): “Für die Handlungsfähigkeit Netanjahus wäre es
sicherlich von Vorteil, wenn es ihm gelänge, sich von seinem noch
weiter rechts stehenden Koalitionspartner – also der Partei von
Außenminister Avigdor Lieberman – zu lösen. Ginge die
Lieberman-Partei in die Opposition, dann könnte die frühere
Außenministerin Zipi Livni mit ihrer Kadima-Partei in die Regierung
eintreten. Das wäre eine Stärkung der pragmatischen Kräfte. Ich würde
das begrüßen.”
Zugleich wandte sich Dreßler in scharfer Form gegen jegliche Pläne
zum Ausbau jüdischer Siedlungen in den besetzten
Palästinenser-Gebieten. Ein Siedlungsstopp könnte die militanten
Kräfte unter den Palästinensern “noch bremsen”. Dreßler fügte hinzu:
“Starrsinn auf der israelischen Seite begünstigt die Extremisten
von der Hamas.”
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Jörg Biallas
Telefon: 0345 565 4300
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