Halle (ots) – Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz,
Wolfgang Ischinger, hat den neuen US-Präsidenten Barack Obama dafür
gelobt, die moralischen Grundlagen des transatlantischen
Verhältnisses wieder bekräftigt zu haben. “Ich halte diesen Wandel
für sehr weitreichend”, sagte Ischinger der in Halle erscheinenden
“Mitteldeutschen Zeitung” (Mittwoch-Ausgabe) mit Blick auf Obamas
Amtsübernahme und die Folgen. “Ich war sehr beeindruckt davon, dass
Präsident Obama bereits in seinen ersten Amtshandlungen dafür gesorgt
hat, die moralischen Grundlagen des transatlantischen Verhältnisses,
die ja in den letzten Jahren in Zweifel geraten waren, wieder zu
bekräftigen. Die klaren Aussagen zu Guantánamo etwa sind aus meiner
Sicht eine notwendige Voraussetzung für die Gesundung des
transatlantischen Verhältnisses.” Er erwarte von der Konferenz am
Wochenende “einen ersten Aufschlag der neuen amerikanischen
Administration in außen- und sicherheitspolitischen Fragen”. Der
ehemalige Botschafter fuhr jedoch fort: “Ich warne davor, Erwartungen
an die amerikanische Seite zu richten, die sich als unrealistisch
herausstellen müssen. Präsident Obama ist nicht im Besitz eines
Zauberstabs, mit dem er alle kritischen Fragen aus der Welt zaubern
kann.”
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Chefredaktion
Tel.: 0345 565 4300
No Comments on "Mitteldeutsche Zeitung: Münchner Sicherheitskonferenz Ischinger: Keine unrealistischen Erwartungen an die USA richten"