Halle (ots) – Sachsen-Anhalt setzt auf neue Methoden beim Kampf
gegen Kinderpornografie im Internet: Künftig sollen auch externe
Gutachter beschlagnahmte Computer, Mobiltelefone und andere
Speichermedien auswerten. “Das ist ein gangbarer Weg, um unsere
eigenen Ermittler zu unterstützen, wenn wir einen hohen Anfall von
Daten haben”, sagte Justizministerium Angela Kolb (SPD) der in Halle
erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Montag-Ausgabe). Das Land
reagiert damit auf einen durch Personalmangel ausgelösten Rückstau
bei den Ermittlungen. Der bisherige Leiter der Zentralstelle gegen
Kinderpornografie bei der Staatsanwaltschaft Halle, Peter Vogt, war
deswegen Ende vergangenen Jahres zurückgetreten. Kolb sagte, man
werde externe Gutachter nicht in jedem Fall hinzuziehen können. Die
genauen Kriterien müssten noch festgelegt werden. In zehn
Kinderporno-Fällen hatte Sachsen-Anhalt bereits probeweise private
Gutachter beauftragt. “Mit der Arbeit waren wir sehr zufrieden”,
sagte Kolb. Erfahrungen aus anderen Bundesländern zeigten, dass die
Ergebnisse auch vor Gericht standhielten.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Jörg Biallas
Telefon: 0345 565 4300
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