Halle (ots) – Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr,
Harald Kujat, hat angesichts der neuesten Nachrichten über Exzesse
bei der Truppe vor überzogener Kritik gewarnt. “Das sind widerliche
Auswüchse, die in einer Gesellschaft von 250.000 Frauen und Männern
mal vorkommen”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen
Zeitung” (Mittwoch-Ausgabe). “Dagegen muss man vorgehen. Die
Vorgesetzten müssen ordentlich Dienstaufsicht machen. Aber das ist
kein Faktum, das die Schlagzeilen der Republik beschäftigen müsste.
Man muss nicht aus jeder Mücke einen Elefanten machen. Ich kann nur
sagen: tiefer hängen!” Meist seien Alkohol und Gruppenzwang im Spiel,
so Kujat. Und oft spielten sich solche Exzesse in Eliteeinheiten ab,
die sich für etwas Besonderes hielten. “Aber das ist nicht
symptomatisch für die Streitkräfte.”
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Jörg Biallas
Telefon: 0345 565 4300
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