Baierbrunn (ots) – Im Anfangsstadium einer Alzheimer-Erkrankung
kann es noch verantwortbar sein, ein Auto zu fahren. Eines Tages aber
wird der Demenzkranke den Führerschein abgeben müssen. “Feste Grenzen
- etwa, dass Demenz-Patienten grundsätzlich nicht fahren dürfen –
existieren nicht”, sagt der Hausarzt und Gutachter für
Verkehrsmedizin Dr. Willi Heinrich im Patientenmagazin “HausArzt”.
Körperlich wirke sich die Erkrankung recht spät auf das Fahrvermögen
aus. Bei einem Reaktionstest etwa erzielten Patienten oft noch lange
passable Ergebnisse. “Deutlich früher verlieren sie das
Orientierungsvermögen und den Überblick, die im Verkehr notwendig
sind”, so der Verkehrsmediziner. Häufig müssen Angehörige den
Patienten eines Tages drängen, das Auto stehen zu lassen, auch wenn
dieser den Verlust an Eigenständigkeit als sehr schmerzlich
empfindet. Dr. Heinrich kennt diese problematischen Situationen,
sieht aber keine Alternative: “Wegen seiner Gehirnerkrankung kann der
Patient die Gründe dafür nicht mehr erkennen.” Er rät, den Hausarzt
in einem solchen Fall um Hilfe zu bitten. Auch Selbsthilfegruppen und
die Alzheimer-Gesellschaft bieten Rückhalt und nützliche Tipps.
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Das PatientenMagazin “HausArzt” gibt der Deutsche Hausärzteverband
in Kooperation mit dem Wort & Bild Verlag heraus. Die Ausgabe 2/2010
wird bundesweit in Hausarztpraxen an Patienten abgegeben.
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Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
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