(pressebox) Berlin, 27.05.2009, .
- Deutsches Studentenwerk (DSW) betont Schlüsselrolle der Studentenwerke für sozial offeneres und international wettbewerbsfähiges Hochschulsystem
- DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde im Bundestags-Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung
- Meyer auf der Heyde: "Studierende aus niedrigeren sozialen Herkunftsgruppen haben hohen Beratungsbedarf"
Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), hat heute gegenüber dem Bundestags-Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung einen massiven Ausbau der "Student Services", also der Beratungs- und Serviceangebote für Studierende, gefordert. In einem Gespräch mit den Mitgliedern des Ausschusses zu aktuellen hochschulpolitischen Themen, unter anderem zum Bologna-Prozess sowie zum Hochschulpakt II, sagte Meyer auf der Heyde: "Die ‘Student Services’ sind ein Schlüsselfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hochschulen, denn nicht allein exzellente Forschung und Lehre entscheiden über den Erfolg eines Studiums, sondern ganz wesentlich die studienbegleitenden Service- und Beratungsangebote."
"Vor allem die mittelbare Förderung der Studentenwerke durch preiswerten Wohnraum, günstige Verpflegung und kostenlose Beratungsangebote ermöglicht den Studierenden, sich voll und ganz aufs Studium konzentrieren und in Europa mobil bewegen zu können", sagte Meyer auf der Heyde. "Und zugleich machen diese Leistungen den Studienstandort Deutschland für internationale Studierende attraktiv."
Meyer auf der Heyde appellierte an die Abgeordneten, die Service- und Beratungsangebote für Studierende daher nachhaltig in die Planungen zum Hochschulpakt II, aber auch in ein notwendiges "Bologna II" einzubeziehen. "275.000 Zusätzliche Studienplätze sind ein Schritt in die richtig Richtung, aber damit tatsächlich Hunderttausende von jungen Menschen in den kommenden Jahren erfolgreich studieren können, müssen die Service- und Beratungsangebote begleitend erweitert werden", sagte er. Das "strukturelle Defizit" des Hochschulpakts I, der keine Mittel für einen Ausbau der "Student Services" enthielt, dürfe sich beim Hochschulpakt II nicht wiederholen, mahnte Meyer auf der Heyde. Er forderte 20.000 zusätzliche Wohnheimplätze mit einem gesamten Investitionsbedarf von 800 Millionen Euro.
Wie Meyer auf der Heyde gegenüber dem Ausschuss ebenfalls ausführte, sichern die Leistungen der 58 deutschen Studentenwerke den breiten Hochschulzugang für inländische sowie international Studierende und leisten damit einen zentralen Beitrag für ein sozial offeneres, sozial durchlässigeres Hochschulsystem. "Gerade Studierende aus niedrigeren sozialen Herkunftsgruppen haben einen hohen Beratungsbedarf. 71% dieser Studierenden brauchen Beratung zur finanziellen Förderung, 44% von ihnen benötigen dringend preisgünstigen Wohnraum."
Sein Fazit: "Wer ein sozial gerechteres Hochschulsystem für Deutschland und dessen internationale Wettbewerbsfähigkeit will, der muss jetzt in die ‘Student Services’ investieren und sollte sich dabei an internationalen Benchmarks orientieren."
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