Hamburg (ots) – ARD-aktuell ist mit dem Plan gescheitert, TV- und
Onlineredakteure in einem gemeinsamen Newsroom unterzubringen. Nach
MEEDIA.de-Informationen wurde ein entsprechender Test bereits vor
Ablauf der vierwöchigen Versuchsphase abgebrochen. Immerhin geklappt
hat die Integration der “Tagesschau”-Teams, die fürs Erste arbeiten,
mit ihren Kollegen von EinsExtra. Damit hat der ARD-Newskanal
endgültig seine Parallelwelt verlassen, in der er bis zuletzt
schleichend aufgebaut wurde.
Die “Tagesschau” und “EinsExtra Aktuell” werden sich künftig einen
einzigen Newsroom teilen, beide Chefs vom Dienst zudem direkt
nebeneinander sitzen und Kanal wie Einzelausgaben produzieren – in
enger Abstimmung. EinsExtra verlässt damit endgültig seine
Aufbauphase und geht in den Regelbetrieb.
Völlig gescheitert ist hingegen der Plan, die Online-Redakteure
von ARD-aktuell aus ihrer Isolation zu befreien. Wie Beteiligte
sagen, passten beide Kulturen nicht zueinander. Die Onliner der
“Tagesschau” seien insgesamt zu laut, weil sie in ihrem eigenen
Newsroom schon mal rasch über Tische hinweg per Zuruf kommunizierten.
Obwohl die Redakteure in der vierwöchigen Testphase mehrere
Anordnungen ausprobierten, bekamen sie das Problem “Lautstärke” nicht
in den Griff: Erst zogen die Onliner von den Thementischen ihrer
TV-Kollegen in eine eigene separate Ecke des Newsrooms und
schließlich wieder in ihre eigenen Räume. Und das bereits, bevor die
Testphase offiziell auslief. Synergie ade!
Pressekontakt:
Alexander Becker
alexander.becker@meedia.de
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