Märkische Oderzeitung: Märkische Oderzeitung (Frankfurt/Oder) zum Abstieg von Hertha



Frankfurt/Oder (ots) – Wer von einem blau-weißen Betriebsunfall spricht, mag auf den ersten Blick Recht haben. Denn Hertha BSC spielte in der Rückrunde einen Fußball, der nicht auf einen Absteiger schließen ließ. Doch das Desaster kündigte sich bereits zu Beginn der Saison an. Der Weggang von Manager Dieter Hoeneß hinterließ bei der “Alten Dame” ein Machtvakuum – und Verbindlichkeiten von 35 Millionen Euro. Auf den temperamentvollen Hoeneß folgte der eher introvertierte Michael Preetz. Der verpasste die Gelegenheit, Ex-Trainer Lucien Favre die Stirn zu bieten. Heraus kam eine desaströse Einkaufspolitik, die den Hauptstadtklub ans Tabellenende der Bundesliga beförderte. Der Kader war schlichtweg nicht konkurrenzfähig. Nun muss der 75-Millionen-Euro-Etat für die 2. Liga mehr als halbiert werden. Keine guten Voraussetzungen, um eine schlagkräftige Truppe für den sofortigen Wiederaufstieg aufzustellen – zumal ein Ausverkauf der teuren Spieler droht. +++

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