Märkische Oderzeitung: Die Märkische Oderzeitung Frankfurt (Oder) kommentiert den Wirbel um Bundesbank-Chef Weber (Freitagausgabe)



Frankfurt/Oder (ots) – Dilettantisch eingefädelt

Man muss über die Motive Webers rätseln. Gewiss, er hatte Kritik an der Schuldenpolitik der Bundesregierung geübt, an der Krisenpolitik der EZB und in der Personalie Sarrazin keine glückliche Figur gemacht. Sein Ruf als Finanzexperte blieb allerdings unberührt.

Nun aber hinterlässt er verbrannte Erde. Die Kanzlerin ist gleich doppelt blamiert. Mit dem Bundesbankchef kommt ihr auch – und zwar nicht ersetzbar – der Kandidat für die Trichet-Nachfolge an der EZB-Spitze abhanden. Und Weber hat sich auch selbst beschädigt. Was immer an den Spekulationen über einen Wechsel zur Deutschen Bank dran sein mag. Nach diesem Tohuwabohu müssten sie sich erledigt haben. +++

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