M 10 /2009: Keine Lockerung des Pressefusionsrechts / 20 Jahre danach / connexx.av – Modell für moderne Gewerkschaftsarbeit



Berlin (ots) – Als “Unfug” bezeichnet Frank Werneke,
stellvertretender ver.di-Vorsitzender, die Behauptung “von Verlegern
und halbinformierten Politikern”, beim Thema Kooperationen von
Medienhäusern bestehe Handlungsbedarf in der Kartellgesetzgebung. Im
Interview mit “M Menschen Machen Medien”, medienpolitische
ver.di-Zeitschrift, hob Werneke hervor, dass es keine Notwendigkeit
dafür gebe, Wettbewerbsbeschränkungen zu ändern, um den Großverlagen
“die Schaffung von regionalen Monopolzeitungen mit möglichst großem
Verbreitungsgebiet” zu vereinfachen. Im Gegenteil, Ziel von ver.di  
sei “ein großes Maß an Pressevielfalt zu erhalten”, so Werneke.  Um
Kosten zu senken, könnten Zeitungshäuser auch schon jetzt miteinander
kooperieren. Die Vorschläge der Verleger zu einem
Leistungsschutzrecht für Internetangebote misst Werneke daran, ob
Urheberinnen und Urheber angemessen an den Erträgen beteiligt werden.

Einen “galoppierenden Konzentrationsprozess” bescheinigt M der
Medienentwicklung in Berlin-Brandenburg nach der Wende im zweiten
Teil der Serie “20 Jahre danach”. Der knallharte Wettbewerb gerade in
der Medienmetropole Berlin forderte so manches Opfer, verhalf dem
Standort aber auch zu hoher Attraktivität.

Man nennt sie auch “Streetworker auf dem Datenhighway” die
Mitstreiter von connexx.av. Das ver.di-Innovationprojekt hat sich in
den zehn Jahren seines Bestehens einen Namen in der Film- und
Privatfunkszene gemacht.  ”Unkonventionell, kreativ, nicht selten
kritisch beäugt, infiltriert connexx.av Branchen, die
gewerkschaftlichem Einfluss eher abhold sind”, heißt es in M.

Pressekontakt:
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