Leipzig (ots) – Die FDP hat den beiden sächsischen Bundesministern
Wolfgang Tiefensee (SPD) und Thomas de Maizière (CDU) eine gemeinsame
Vernachlässigung sächsischer Interessen beim weiteren
Infrastrukturausbau vorgehalten. Der Parlamentarische Geschäftsführer
der FDP im Bundestag, Jan Mücke, hielt gegenüber der “Leipziger
Volkszeitung” (Mittwoch-Ausgabe) dem Bundesverkehrsminister und dem
Chef des Kanzleramtes “bei der überfälligen Verbesserung der
Eisenbahn-Verbindung zwischen Dresden und Berlin den Schlaf der
Gerechten” vor. “Tiefensee beweist das mangelnde Interesse für einen
zeitgemäßen Ausbau der Strecke” und sein sächsischer Mit-Minister de
Maizière störe ihn dabei nicht, so Mücke.
Zuvor hatte im Namen des Verkehrsministers dessen
Parlamentarischer Staatssekretär Achim Großmann (SPD) dem
FDP-Parlamentarier mitgeteilt, dass der seit 2007 versprochene Ausbau
der Bahnverbindung auf Tempo 200 km/h wegen nicht zu lösender
Finanzierbarkeit “gegenwärtig nicht gegeben” sei. Mit Baubeginn in
diesem Jahr, bei Fertigstellung 2012, werde aber der Ausbau der
Strecke auf Tempo 160 km/h betrieben. Für Mücke ist das eine
Bankrott-Entscheidung: “22 Jahre nach der deutschen Einheit benötigen
die Intercity-Züge dann noch immer drei Minuten mehr als die
Schnellzüge im Jahr 1936.”
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