Lindner (FDP) gegen "politisch motivierte Fantasiezahlen" beim Mindestlohn / Andreae (Grüne) fordert stützende Konjunkturmaßnahmen in Deutschland und 8,50 Euro Mindestlohn



Bonn (ots) – Bonn/Berlin, 24. November 2011 – Martin Lindner (FDP) hat sich im PHOENIX-Interview gegen eine “politisch motivierte Fantasiezahl” als bundesweite Lohnuntergrenze ausgesprochen. Er warnte davor, “jeden Bundestagswahlkampf zu einem Wettbewerb ‘wer bietet mehr’” zu machen. Dies führe zu Schwarzarbeit und Entlassungen. “Die Lösung liegt in branchen- und regionalbezogenen Mindestlöhnen, nicht in einem von Berlin festgelegten Mindestlohn.” Die Einführung von Eurobonds lehnt der Wirtschaftspolitische Sprecher der FDP ab. Durch höhere Anleihen-Zinsen würden Deutschland 20-40 Milliarden höhere Finanzierungskosten entstehen.

Kerstin Andreae (Grüne) forderte bei PHOENIX eine bundesweite gesetzliche Lohnuntergrenze von 8,50 Euro. “Wir brauchen das klare Bekenntnis in Deutschland, dass Löhne gezahlt werden, von denen die Menschen leben können und die nicht bei drei oder vier Euro liegen – egal in welcher Branche und in welcher Region.” Die Wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen sprach sich für die Einführung von Eurobonds aus. Diese seien ein Instrument, das die Solidarität in Europa demonstriere. Man solle “nicht nur auf Deutschland als Motor schauen” und dabei die anderen Länder sich selbst überlassen.

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