Lübeck (ots) – Die Reederei Scandlines bekommt auf der
Vogelfluglinie (Puttgarden – Rödby) Konkurrenz. Das Bundeskartellamt
bereitet eine Verfügung vor, wonach zwei norwegischen Reedereien die
Mitnutzung des bislang allein von Scandlines betriebenen Fährhafens
in Puttgarden (Kreis Ostholstein) erlaubt werden muss. Das berichten
die Lübecker Nachrichten (Sonnabend-Ausgabe). Der Beschluss soll noch
im Januar ergehen.
Wie das Blatt weiter schreibt, haben die norwegischen Reedereien
Bastö Fosen und Eidsiva ein kartellrechtliches Missbrauchsverfahren
gegen Scandlines angestrengt. Die Norweger wollen auf der
Vogelfluglinie nach eigenen Angaben zwei neue Fährschiffe einsetzen.
Sie planen stündliche Abfahrten von Puttgarden und Rödby.
Ostholsteins Landrat Reinhard Sager (CDU) begrüßte den Beschluss
des Bundeskartellamts. “Das wird der Fährverbindung guttun”, sagte
der den Lübecker Nachrichten. Der Kieler Wirtschaftsminister Jost de
Jager (CDU) erklärte: “Mit Blick auf die feste Fehmarnbelt-Querung
ist eine Erhöhung des Beförderungspotenzials auf dieser Verbindung
durchaus positiv zu sehen.” Die feste Fehmarnbelt-Querung soll
frühestens 2018 fertiggestellt sein. Die Scandlines-Führung wollte
keinen Kommentar abgeben, so lange ihr die Begründung des
Bundeskartellamts nicht vorliegt. Scandlines-Sprecher Michael
Speckenbach sagte: “Danach entscheiden unsere Anwälte, ob wir
rechtliche Schritte einleiten, um den alleinigen Zugang zu unserem
Hafen zu behalten.”
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