Cottbus (ots) – Ein Eishockey-Spieler, der etwas auf sich hält,
trägt in diesen Tagen einen Bart. Je länger
der Bart, umso besser. Dieses Ritual gehört zum Eishockey wie die
Rote Karte zum Fußball. Der Bart ist das untrügliche Zeichen dafür,
das die Saison noch nicht zu Ende ist. Denn jetzt werden die
Playoffs gespielt. Wer in diesen K.o.-Runden noch dabei ist,
der gehört zu den Siegern – und stellt dieses Selbstbewusstsein auch
ganz ungeniert zur Schau: nämlich durch den Bart. Auch bei den
Lausitzer Füchsen in Weißwasser ist wieder die Zeit der langen Bärte
angebrochen. Zum zweiten Mal in Folge haben sie den Einzug in die
Viertelfinal-Playoffs geschafft. Mit diesem Erfolg, der ausgerechnet
gegen den Erzrivalen aus Dresden perfekt gemacht wurde, hat sich das
Team für eine starke Saison belohnt. Der Viertelfinal-Einzug
in diesem Jahr ist deutlich höher zu bewerten als in
der vergangenen Zweitliga-Saison. Denn die Füchse mussten kräftig
sparen und hatten deshalb nur einen kleinen Kader zur Verfügung. Die
Qualität dieses Kaders ist zwar unbestritten. Aber diese Qualität
Woche für Woche immer wieder neu abzurufen und nahezu am
Limit zu spielen – das war die eigentliche Leistung der Mannschaft in
den zurückliegenden Monaten.
Weißwasser ist trotz wirtschaftlicher Zwänge weiterhin fester
Bestandteil der Eishockey-Landkarte in Deutschland. Als einziger der
drei sächsischen Clubs haben die Füchse das Viertelfinale erreicht.
An diesem Dienstag startet die Serie gegen den
EHCMünchen. Die Füchse sind klarer Außenseiter und
haben nichts zu verlieren. Wer jetzt Bart trägt, gehört
ohnehin zu den Gewinnern.
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