Cottbus (ots) – Seit einem Vierteljahr leben die 352 Mitarbeiter
des Elsterwerdaer Campina-Werkes nach dem Prinzip Hoffnung.
Betriebsratschef Rudi Otto legt mit seiner Aussage, dass es in
Elsterwerda auch nach dem 30. Juni 2011 ein Milchwerk geben wird,
noch mal kräftig nach. Doch aus Hoffnung allein entsteht keine
Gewissheit. Dazu braucht es Fakten, die von dem Betriebsrat-Gutachten
erwartet werden. Dieses Papier soll untermauern, dass eine
Werksschließung nicht notwendig ist. Ob der Beweis dafür angetreten
werden kann, bleibt zurzeit im Nebel der Spekulation verborgen. Sind
die Fakten wirklich so stichhaltig? Antworten gibt es zurzeit keine.
Betriebsrat und Sachverständige haben sich einem Schweigegelübde
unterworfen. Die Campina-Belegschaft soll erst in einem Monat
erfahren, wie es weitergeht. Landesvater Matthias Platzeck packt
indes für die Reise zur Konzernspitze in die Niederlande. Dort wird
er wohl nicht nur mit Hoffnung überzeugen können.
Für die Beschäftigten und eine ganze Region hängt alles davon ab,
dass sich die große Erwartung erfüllt. Wenn nicht, dann stirbt die
Hoffnung am Ende doch noch.
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