Eschborn (ots) – Was haben Bombennächte mit Herzinfarkten
gemeinsam? Beide können zu sogenannten »posttraumatischen
Belastungsstörungen« (PTBS) führen. Das haben Wissenschaftler um
Professor Dr. Karl-Heinz Ladwig vom Helmholtz-Zentrum in München
herausgefunden, berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer
aktuellen Ausgabe vom 1. April 2009.
Obwohl die Herzprobleme mit Hilfe eines implantierbaren
Defibrillators behoben worden waren, zeigte sich in einer bestimmten
Patientengruppe eine erhöhte Sterblichkeit. Die Patienten in dieser
Gruppe litten zusätzlich an einer PTBS. Zu den typischen Beschwerden
dieser Erkrankung gehört vor allem, dass die Betroffenen in ihrer
Erinnerung das schreckliche Erlebnis immer und immer wieder
durchleben, so als würde es gerade stattfinden. Einige vermeiden auch
Orte oder Tätigkeiten, die mit dem schrecklichen Ereignis
zusammenhängen. Und viele kommen in ihren Gedanken nicht von ihrer
Krankheit los, sie grübeln immer wieder über sie nach.
Doch Professor Ladwig schätzt die Perspektiven für PTBS-Patienten
bei ausreichender Hilfe optimistisch ein: »Man kann mit relativ
einfachen Mitteln die negativen Gedanken wieder in den Griff
bekommen, wenn man darüber redet.« So stellten Selbsthilfegruppen
eine wertvolle Stütze für die Betroffenen dar. Viele der Patienten
erlebten dann einen ganz guten Verlauf und bräuchten keine große
Hilfestellung mehr. Und auch Angehörige übernehmen eine wichtige
Rolle. In schwierigen Fällen kann eine Psycho- und Verhaltenstherapie
sinnvoll sein.
Außerdem in diesem Heft: Wohlfühlmedizin: Lassen Sie es sich gut
gehen +++ Seniorenspielplätze: Eintritt erst ab 50 +++ Diabetiker:
Notfall Ketoazidose.
Pressekontakt:
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Neue Apotheken Illustrierte
Dr. Frank Schäfer
Tel.: 06196 928-318
Fax: 06196 928-320
E-Mail: redaktion@nai.de
Auch im Internet: http://www.nai.de
No Comments on "Krankes Herz, kranke Seele"