Kostengünstige Meetings und Schulungen in virtuellen Welten / Nach dem Hype: Second Life als Konferenzraum

Hannover (ots) – Der große Hype um Second
Life ist vorbei, jetzt kommen die Business-Anwendungen:
Firmen nutzen die künstliche 3D-Welt für interne
Schulungen, überregionale Meetings und Konferenzen.
Aufwendige Dienstreisen entfallen, und Schulungen
gewinnen durch dreidimensionale Darstellungen an
Attraktivität, berichtet das IT-Profimagazin iX in
seiner aktuellen März-Ausgabe.

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Seit 2007 nutzt beispielsweise der TÜV Nord seinen
geschlossenen Second-Life-Bereich für interne
Schulungen. Statt alle Sachverständigen, die über
die ganze Welt verteilt sitzen, zu einer Schulung
nach Deutschland zusammenzuholen, tauschen sie sich
in der virtuellen Welt über Neuigkeiten in der
Dampfdruckkesseltechnik aus oder knüpfen Kontakte
zu neuen Kollegen. Nach Firmenangaben spart der TÜV Nord
je nach Anzahl der Teilnehmer bei jedem Treffen
vier- bis fünfstellige Euro-Beträge.

Auch Linden Lab, der Betreiber von Second Life, sieht
Potenzial in der Business-Nutzung seiner virtuellen
Welt. Insgesamt nutzen nach Angaben des Unternehmens
derzeit insgesamt über 1400 Organisationen weltweit
Second Life für standortübergreifende Meetings,
Schulungen, schnelles Prototyping und Konferenzen.
Dort können die die Teilnehmer repräsentierenden
Avatare in Echtzeit miteinander reden, das 3D-Modell
eines Produktes erstellen, Präsentationen hören oder
Dokumente teilen. Umsetzen lässt sich das Konzept auf
zwei grundsätzliche Arten: Entweder eine Organisation
nutzt die Server von Linden Lab, wie es TÜV Nord
gemacht hat, oder sie kauft „Second Life Enterprise
Beta“ (ab 37.300 Euro) und installiert die virtuelle
Umgebung auf den eigenen Firmenrechnern, um es
unabhängig von der Second-Life-Hauptumgebung hinter
der Firewall zu betreiben.

„Es lohnt sich allemal, die Möglichkeiten der
virtuellen 3D-Welten für Schulungen, Konferenzen und
E-Learning zu prüfen“, sagt Jürgen Seeger,
iX-Chefredakteur.

Titelbild iX 03/10
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