Mainz (ots) – Die Naturkatastrophen der vergangenen Jahre haben
eine weltweite Welle der Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit
ausgelöst. Staaten und Bürger eilten zu Hilfe, um Trost und Geld zu
spenden – viele Euro und Dollar kamen in kürzester Zeit zusammen.
Woher kommt diese Explosion spontaner Anteilnahme? Darüber
diskutieren Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski im
“Philosophischen Quartett” am Sonntag, 28. März 2010, 23.55 Uhr, mit
ihren prominenten Gästen, dem ehemaligen deutschen Außenminister und
heutigen Unternehmensberater Joschka Fischer und Professor Hans
Ulrich Gumbrecht, deutsch-amerikanischer Literaturwissenschaftler und
politischer Beobachter der Stanford University.
Sie stellen die Frage, ob die digitale Kommunikation zu einer
neuen “Weltinnenpolitik” führt. Die Kommunikation über das Internet
rund um den Globus ermöglicht es, in Echtzeit informiert zu werden
und lässt räumliche Distanzen schrumpfen. Wegsehen – das geht
heutzutage nicht mehr. Die Suggestion einer großen Bühne, auf der
alle agieren und alle ins Geschehen verwickelt sind, ist stark. Ist
die Welt zu einem “globalen Dorf” geworden?
Weiter diskutieren die beiden Moderatoren mit ihren Gästen, ob die
kollektive Empathie auch Impulse für die Politik setzt. Werden die
Menschen tatsächlich alle “Brüder” oder dient die große
Hilfsbereitschaft nur der Regulation eigener Emotionen? Ist der Weg
von einer “Wahrnehmungsgesellschaft” zu einer
“Verantwortungsgemeinschaft” tatsächlich eingeschlagen?
Das nächste “Philosophische Quartett” präsentiert das ZDF am
Sonntag, 2. Mai 2010.
Fotos der Live-Sendung sind ab Montag, 29. März 2010, 11.00 Uhr,
erhältlich beim ZDF-Bilderdienst, Telefon: 06131-706100 oder unter
http://bilderdienst.zdf.de/presse/dasphilosophischequartett
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ZDF-Pressestelle
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