Wiesbaden (ots) –
Sperrfrist: 29.01.2009 08:00
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Sperrfrist zur Veröffentlichung frei gegeben ist.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Grundlage erster
Berechnungen mitteilt, waren im Dezember 2008 40,53 Millionen in
Deutschland lebende Personen erwerbstätig. Dies entspricht einer
Zunahme um 351 000 Personen oder 0,9% gegenüber dem Vorjahresmonat
Dezember 2007. Im Juli 2008 war die Erwerbstätigenzahl noch um 1,6%
gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat gewachsen. Seither hat
sich der relative Vorjahresabstand von Monat zu Monat verringert.
Somit macht sich die Wirtschaftskrise zunehmend auf dem Arbeitsmarkt
bemerkbar.
Im Vergleich mit dem Vormonat November 2008 waren im Dezember 2008
246 000 Personen mit Wohnort in Deutschland weniger erwerbstätig. Ein
Rückgang der Zahl zwischen November und Dezember ist nicht unüblich,
von der Höhe her fiel er jedoch 2008 stärker aus als in anderen
Jahren. Nach rechnerischer Ausblendung üblicher jahreszeitlich
bedingter Schwankungen betrug die Anzahl der Erwerbstätigen im
Dezember 40,33 Millionen. Gegenüber dem Vormonat November bedeutet
dies einen saisonbereinigten Rückgang um 24 000 Personen. Es ist
davon auszugehen, dass diese Entwicklung nicht nur der
verhältnismäßig kalten Witterung sondern auch der geschwächten
Gesamtwirtschaftslage zuzuschreiben ist.
Generell basieren die Ergebnisse der ersten vorläufigen
Berechnungen – so auch die hier vorgelegten Ergebnisse für den
Berichtsmonat Dezember – auf noch unvollständigen Daten. Um dennoch
möglichst frühzeitig aktuelle Zahlen veröffentlichen zu können,
werden die Datenlücken in der Erwerbstätigenrechnung – wie auch in
anderen Bereichen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen – durch
die Anwendung statistischer und ökonometrischer Schätzverfahren
geschlossen. Erfahrungsgemäß können mit Hilfe der Schätzungen sehr
verlässliche Ergebnisse ermittelt werden. Allerdings sind diese
Schätzungen in der derzeitigen konjunkturellen Phase, die durch
rasche und tiefgreifende Veränderungen in allen Bereichen der
Wirtschaft gekennzeichnet ist, mit größeren Unsicherheiten behaftet
als sonst üblich.
Mit der Berechnung der Erwerbstätigenzahlen für den Berichtsmonat
Dezember 2008 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse
aufgrund neu verfügbarer erwerbsstatistischer Informationen
rückwirkend bis Juli 2008 überarbeitet. Aus den Neuberechnungen
resultierte für das am 2. Januar 2009 veröffentlichte
Jahresdurchschnittsergebnis 2008 eine Niveaukorrektur um – 20 000 (-
0,05%). In einzelnen Monaten ergaben sich Abweichungen von bis zu –
0,3% gegenüber dem vorherigen Rechenstand.
Auf Basis der Arbeitskräfteerhebung ermittelt Destatis
Erwerbslosenzahlen nach dem Konzept der Internationalen
Arbeitsorganisation (ILO). Nach vorläufigen Schätzungen lag die Zahl
der Erwerbslosen im Dezember 2008 saisonbereinigt bei 3,09 Millionen.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2007 waren saisonbereinigt
300 000 Personen oder 8,8% weniger erwerbslos. Gegenüber dem Vormonat
November 2008 ist die saisonbereinigte Erwerbslosenzahl um 0,3%
angestiegen. Die EU-weit harmonisierte saisonbereinigte
Erwerbslosenquote für Deutschland, gemessen als Anteil der
Erwerbslosen an den Erwerbspersonen insgesamt, lag mit 7,2% deutlich
unter dem Ergebnis des Vorjahresmonats von 7,9%, jedoch knapp über
dem Resultat vom November 2008 (7,1%).
Weitere Ergebnisse, unter anderem die nicht saisonbereinigten
Originalwerte zur Erwerbslosigkeit, können im Internet unter
http://www.destatis.de, Pfad: Themen –> Arbeitsmarkt –>
ILO-Arbeitsmarktstatistik abgerufen werden. An dieser Stelle stehen
auch ausführliche methodische Hinweise zur ILO-Arbeitsmarktstatistik
sowie zur Arbeitskräfteerhebung beziehungsweise zum Mikrozensus zur
Verfügung.
Weitere Auskünfte geben:
Zum Thema Erwerbstätigkeit:
Stephan Lüken,
Telefon: (0611) 75-2016,
Zum Thema Erwerbslosigkeit:
Thomas Körner,
Telefon: (0611) 75-4413,
E-Mail: arbeitsmarkt@destatis.de
Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland 1)
OriginalwerteSaisonbereinigt 2)
Ver-Ver-Verände-
Per- ände- ände-Per- rung
Jahr Monatso-rungrung so- gegen-
nen gegen- gegen- nen über
überüber Vor-
Vor-Vor- monat
monat jahres-
monat
in in %in in %
Milli- Milli-
onenonen
2007November40,332 0,1 1,739,906 0,1
Dezember40,179 - 0,4 1,639,964 0,1
2008Januar39,719 - 1,1 1,740,093 0,3
Februar 39,781 0,2 1,740,154 0,2
März 39,935 0,4 1,740,216 0,2
April 40,087 0,4 1,640,234 0,0
Mai40,192 0,3 1,540,232 0,0
Juni 40,236 0,1 1,540,250 0,0
Juli 40,210 - 0,1 1,640,293 0,1
August40,289 0,2 1,540,314 0,1
September 40,600 0,8 1,440,338 0,1
Oktober 40,797 0,5 1,240,358 0,0
November40,776 - 0,1 1,140,351 0,0
Dezember40,530 - 0,6 0,940,327- 0,1
1) Ergebnisse der Erwerbstätigenrechnung im Rahmen der
Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen: Erwerbstätige mit Wohnort in
Deutschland (Inländerkonzept). Die entsprechenden Zeitreihen für die
Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland (Inlandskonzept) können
im Internet abgerufen werden unter http://www.destatis.de.
2) Saisonbereinigung nach Census-X12-Arima-Verfahren.
Erwerbslose mit Wohnort in Deutschland
– saisonbereinigte Ergebnisse 3)
DezemberVormonat Vorjahresmonat
Erwerbslose2008NovemberVer-Dezember Ver-
2008 änderung2007 änderung
Personen in Millionen in % in Milli- in %
onen
Insgesamt3,09 3,08 0,33,39 - 8,8
Männer1,70 1,69 1,01,83 - 6,9
Frauen1,39 1,40- 0,21,57- 11,1
15- bis 24-Jährige 0,52 0,51 2,00,56 - 6,3
25- bis 74-Jährige 2,57 2,57 0,02,84 - 9,3
Erwerbslosen-
quote 4) Anteile in %in %Anteile in %
in %
Insgesamt 7,2 7,1 0,3 7,9 - 8,9
Männer 7,4 7,3 0,8 8,0 - 7,0
Frauen 6,9 6,9- 0,2 7,8- 11,1
15- bis 24-Jährige 9,9 9,7 1,810,6 - 6,4
25- bis 74-Jährige 6,8 6,8 0,0 7,5 - 9,4
3) Geschätzte saisonbereinigte Werte zur Erwerbslosigkeit auf Basis
der Arbeitskräfteerhebung. Eine methodische Beschreibung kann im
Internet unter http://www.destatis.de abgerufen werden. Vorläufige
Ergebnisse.
4) Anteil der Erwerbslosen an allen Erwerbspersonen (Erwerbstätige
und Erwerbslose) gemäß europäischer Abgrenzung: Erwerbstätige und
Erwerbslose in Privathaushalten im Alter von 15 bis 74 Jahren, ohne
Wehrpflichtige und Zivildienstleistende. Untergruppen analog dazu in
entsprechender Abgrenzung.
Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Telefon: (0611) 75-3444
E-Mail: presse@destatis.de
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