Kölner Stadt-Anzeiger: Neuer Kölner City-Pfarrer stellt Ideen für Leuchtturmprojekte vor Dominik Meiering: Ansprüche an die Kirche nach wie vor groß – Mehr katholische Kita-Plätze gefordert – Klares Bekenntnis zur Ökumene



Köln (ots) – Der neue Leitende Pfarrer für Kölner City, Dominik Meiering, setzt auf pastorale, kulturelle und soziale Leuchtturmprojekte zur Erneuerung des kirchlichen Lebens in der Innenstadt. Als Ideen nannte der 49-Jährige alternative Gemeindeformen, ein „Netzwerk Spiritualität“ sowie neue Modelle der Gastfreundschaft. „Für unser Leben als Kirche gilt derzeit leider noch allzu oft, was kürzlich ein Gesprächspartner als »Prinzip Thermoskanne« bezeichnet hat: Nach innen schön warm, aber keine Ausstrahlung nach außen“, sagte Meiering dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montag-Ausgabe). Er trat sein Amt am 1. September 2018 an. Ein halbes Jahr vorher hatte ihn der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Woelki, als Generalvikar abgelöst. Angesichts einer übergroßen Nachfrage an Kita-Plätzen müsse auch über zusätzliche Gruppen oder neue katholische Kitas mit der Stadt und dem Erzbistum gesprochen werden, sagte Meiering. Er forderte zudem ein übergreifendes Konzept für die touristische Erschließung der romanischen Kirchen Kölns. Zwar erlebe die Kirche derzeit einen dreifachen Verlust „an Motivation, an Vertrauen und an Glauben“. Andererseits seien die Ansprüche an die Kirche und die Ansprechbarkeit der Menschen nach wie vor groß. Meiering verteidigte die Zusammenführung aller Innenstadtpfarreien, kritisierte aber den umstrittenen Namen „Sendungsraum“ als unverständlich. „Wenn die mehr oder weniger kirchenferne Stadtgesellschaft in Köln unser Dasein als Kirche als wertvoll und relevant erkennen soll, müssen wir eben auch die Sprache der Welt sprechen und keinen formelhaften Kirchendialekt.“ Gut an dem neuen Gebilde mit 26 Kirchen, einer in Deutschland einzigartigen Vielfalt auf so dichtem Raum, sei es, „dass nicht mehr jeder für sich allein brasselt und herumbastelt“. Nach dem „Kommunionstreit“ der deutschen Bischöfe und kritischen Aussagen Kardinal Woelkis zur Ökumene bekannte Meiering sich unmissverständlich zur Kooperation: „Für mich ist es absolut undenkbar, dass wir uns in einer konfessionellen Wagenburg verschanzen. Wir müssen uns aufeinander zu bewegen und gemeinsame Wege gehen.“

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Link zum Wortlaut: https://www.ksta.de/koeln/pfarrer-meiering–kirche-ist-oft-nach-innen-schoen–aber-ohne-ausstrahlung–32016920

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