Köln (ots) – Unglücklich
W. GOEBELS, Düsseldorf,
zur NRW-CDU
Politische Parteien bewegen sich stets auf dünnem Eis, wenn sie
Sponsorengelder
einwerben. Parteitage wären ohne den Verkauf von Ausstellungsflächen
kaum mehr finanzierbar.
Es ist ein schmaler Grat: Wann wird Lobbyarbeit zur Einflussnahme?
Auf keinen Fall
aber darf der Eindruck erweckt werden, Politik sei käuflich.
Mit ihrem unglücklich formulierten Werbebrief ist die NRW-CDU weit
übers Ziel hinausgeschossen.
Exklusive Gespräche mit Amtsträgern dürfen nicht wie auf einem Basar
verscherbelt
werden. Das gilt auch für Abendessen am Tisch von
Regierungsmitgliedern. Dialog und
Distanz sind zwei Seiten einer Medaille.
Jürgen Rüttgers hat die Vorwürfe der Käuflichkeit empört als
absurd zurückgewiesen.
Die Angriffe sind in der Tat haltlos. Aber der CDU-Landeschef muss
sich vorhalten
lassen, dass seine Parteizentrale mit dem aggressiven Werbebrief für
Privataudienzen
eine Grenze überschritten hat. Rüttgers hat seinen General nicht zum
ersten Mal zurückgepfiffen
und eine Beendigung der Sponsorenwerbung angeordnet.
Bei der Landtagswahl in NRW steht für die Parteien bundesweit viel
auf dem
Spiel. Es sieht so aus, dass es im Wahlkampf hart zur Sache gehen
wird.
Pressekontakt:
Kölnische Rundschau
Engelbert Greis
print@kr-redaktion.de
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