Hannover (ots) – Das Segment der Kfz-Versicherung ist mit rund 104 Millionen Versicherungsverträgen und Beitragseinnahmen von zuletzt 20,1 Milliarden Euro pro Jahr die größte Sparte innerhalb der Schaden- und Unfallversicherung. In 2010 waren in diesem Bereich laut Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) insgesamt 100 Versicherer für den deutschen Markt mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Tarifen und Leistungen gemeldet. Autofahrer stehen alljährlich vor der Herausforderung, den für ihren Bedarf passenden Tarif zu finden. Das AWD-Portfolio bietet – nach eingehender Qualitätsprüfung – eine Auswahl an rund 40 verschiedenen Tarifen von 12 Gesellschaften.
“Auch im Bereich Kfz gilt: Grundvoraussetzung für eine gute Versicherung ist für den Einzelnen, zuerst zu klären, welche Bedürfnisse der Versicherungsschutz erfüllen muss. Erst danach kann eine Police mit passendem Leistungsumfang gewählt werden”, erklärt Thomas Bilitewski, Mitglied der deutschen Geschäftsführung bei AWD. “Dabei lohnen sich Vergleiche der einzelnen Tarife: Bei gleichbleibenden persönlichen Voraussetzungen können Policen mit denselben Leistungen große Kostendifferenzen aufweisen. Ein Beispiel: Die Kfz-Versicherung für einen BMW Mini mit Vollkasko und Zweitwagenregelung kann – je nach Tarif – zwischen 643,00 und 1.528,00 Euro für ein und denselben Leistungsumfang kosten.” argumentiert Bilitewski weiter. In der Kfz-Versicherung wird grundsätzlich nach zwei Kriterien unterschieden: Den Pflichtkriterien und den Zusatzkriterien.
Pflichtkriterien
Die Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschriebener Bestandteil jedes Kfz-Versicherungsvertrages. Zusätzlich kann der Fahrzeughalter zwischen Vollkasko- oder Teilkaskoversicherung wählen. Die Kfz-Haftpflicht umfasst grundsätzlich alle Sach- und Personenschäden, die der Versicherte anderen Verkehrsteilnehmern zufügt. Damit stellt sie den größten Kostenanteil in der Schadensregulierung durch die Gesellschaften dar: Von rund 19,4 Milliarden Euro, die die Versicherer im Jahr 2009 für die Schadensregulierung bei Autounfällen aufwendeten, entfiel der Hauptanteil mit knapp 65 Prozent und 12,2 Milliarden Euro auf den Bereich der Haftpflichtversicherung. Die Voll- oder Teilkaskoversicherung dagegen kommt grundsätzlich für alle Schäden auf, die am Fahrzeug des Versicherten durch äußere Einflüsse entstehen, und ist in der Regel mit einer Selbstbeteiligung versehen. Zu den äußeren Einflüssen zählen Diebstahl, Brand, Unwetter, Wildkollision oder Glasbruch. Zusätzlich wird in der Vollkaskoversicherung auch die Regulierung von selbst verursachten Schäden übernommen. In 2009 lag der Brutto-Schadensaufwand für gemeldete Schäden im Bereich Vollkasko bei 5,873 Mio. Euro, die gemeldeten Teilkaskoschäden beliefen sich im selben Zeitraum auf einen Bruttoaufwand von 995 Mio. Euro.
Zusatzkriterien
Um eine gute Kfz-Versicherung zu finden, muss jeder Fahrzeughalter anhand verschiedener zusätzlicher Leistungskriterien auswählen, welche Elemente für ihn persönlich wesentliche Vertragsinhalte sind. Denn bei der Festlegung auf eine Police ist der Leistungsumfang ein wichtiger Aspekt. Zusätzliche Kriterien sind zum Beispiel Auslandsschadenschutz, Tierbiss- bzw. Marderschäden, erweiterte Wildschadenklausel oder Versicherung bei grober Fahrlässigkeit. Der Auslandsschadenschutz beinhaltet die Schadensregulierung eines Unfalls, der durch einen Unfallgegner im Ausland verursacht wird. Dabei wird der Schaden ähnlich behandelt, als sei der Unfallgegner beim Versicherer haftpflichtversichert – und entsprechend umfassend reguliert. Der Tierbiss- bzw. Marderschutz beinhaltet den Ausgleich eines durch Tierbiss verursachten Schadens und der damit zusammenhängenden Folgeschäden. Der Wildschadenschutz umfasst alle Schäden, die durch das mit dem Fahrzeug des Versicherten kollidierende Haarwild verursacht werden. In erweiterter Form kann dieser Schutz auf alle Säugetiere ausgeweitet werden, was besonders für Fahrzeughalter in ländlichern Regionen relevant sein kann. Die Versicherung bei grober Fahrlässigkeit beinhaltet den Verzicht des Versicherers auf Einwand oder Nichtzahlung, falls der Versicherte einen Schaden durch fahrlässiges Verhalten – zum Beispiel Nichtachtung einer roten Ampel – verursacht.
Der Kfz-Schutzbrief ist ebenfalls eine Leistung, die zusätzlich mitversichert werden kann. Schutzbriefe, die zusätzlich im Vertrag aufgenommen werden, gelten immer für das versicherte Fahrzeug, sind also nicht personengebunden. Sie beinhalten Pannen- und Unfallhilfe, Abschleppen, Unterstellen und Bergung des Fahrzeugs, Fahrzeugrücktransport, Fahrzeugabholung oder Bereitstellung eines Mietwagens.
Der monatliche Beitrag für eine Kfz-Police wird außerdem von persönlichen Faktoren beeinflusst, wie zum Beispiel jährliche Fahrleistung, berufliche Tätigkeit und Nutzerkreis, Schadenfreiheitsrabatt oder nächtlicher Parkplatz.
AWD Deutschland
AWD Deutschland ist Teil der AWD Gruppe, einem der führenden Anbieter von Finanzberatung in Europa, und eine der insgesamt vier Konzerngesellschaften der Region Deutschland mit Unternehmenssitz in Hannover. AWD bietet keine eigenen Produkte an, sondern kann bei der Produktauswahl auf ein umfangreiches Produktportfolio führender europäischer Hersteller zurückgreifen. Kernkompetenz von AWD ist die fundierte, bedarfsgerechte und verantwortungsbewusste Finanzberatung durch registrierte und IHK-zertifizierte Fachberater. Für den qualifizierten Einsatz seiner rund 2.500 Handelsvertreter ist AWD Deutschland jüngst mit dem vom Handelsblatt in Kooperation mit der Universität St. Gallen ausgelobten Siegel “Deutschlands kundenorientiertester Dienstleister 2011″ ausgezeichnet worden. Kernmärkte der AWD Gruppe sind Deutschland, Österreich und die Schweiz, Hauptsitz der Konzernmuttergesellschaft Swiss Life ist Zürich.
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