Berlin (ots) – Qualität als wettbewerbsbestimmende Größe gewinnt
auch im Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung. Um Qualität messen,
analysieren und bewerten zu können, sind valide Instrumente
notwendig. Solche Instrumente zu entwickeln, war das Ziel des
Projektes “AQUIK® – Ambulante Qualitätsindikatoren und Kennzahlen”
der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).
Als Ergebnis steht ein erstes Set mit 48 Qualitätsindikatoren für
die ambulante Versorgung zur Verfügung. Dieses Set wird durch bereits
in Anwendung befindliche Indikatoren der Disease-Management-Programme
ergänzt. “Von AQUIK profitieren die Niedergelassenen, weil sie
gespiegelt bekommen, wie gut sie schon sind und was sie verbessern
können. Die Patienten profitieren von Transparenz und
Vergleichbarkeit. KBV und Kassenärztliche Vereinigungen können die
Grundlage für den Wettbewerb um Qualität legen und interessante
Vergütungsanreize schaffen”, fasste Dr. Andreas Köhler,
Vorstandsvorsitzender der KBV, zusammen.
Das Projekt fokussiert auf Qualitätsindikatoren mit Relevanz für
die vertragsärztliche Versorgung, die international bereits genutzt
werden. Die Indikatoren wurden von Fachexperten bewertet und in
ausgewählten Arztpraxen getestet. Qualitätsindikatoren eröffnen die
Möglichkeit einer qualitätsbezogenen Vergütung, international als
“Pay for Performance” (P4P) bezeichnet. Hierbei werden Anreize zur
Verbesserung der Versorgungsqualität geschaffen, indem Ärzte mit
besonders hohem Qualitätsniveau die Chance auf eine bessere Vergütung
erhalten.
Eine Broschüre mit den detailliert dargestellten Ergebnissen des
AQUIK-Projektes erscheint heute. Zusätzlich veranstaltet die KBV am
24. Juli ein Pressegespräch zum Thema Qualitätsindikatoren und
leistungsorientierte Vergütung. Der Projektbericht und die
Indikatoren des AQUIK-Sets sind im Internet unter folgendem Link
abrufbar: www.kbv.de/themen/aquik.html. Unter diesem Link ist auch
ein ausführlicher Artikel des Deutschen Ärzteblattes zum Thema AQUIK
zu finden.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV):
Die KBV vertritt die politischen Interessen der rund 149.900
niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten auf Bundesebene. Sie ist
der Dachverband der 17 Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen), die die
ambulante medizinische Versorgung für 70 Millionen gesetzlich
Versicherte in Deutschland sicherstellen. Die KBV schließt mit den
gesetzlichen Krankenkassen und anderen Sozialversicherungsträgern
Vereinbarungen, beispielsweise zur Honorierung der Ärzte und zum
Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenkassen. Die KVen und die
KBV sind als Einrichtung der ärztlichen Selbstverwaltung
Körperschaften des öffentlichen Rechts. Mehr Informationen im
Internet unter: www.kbv.de.
Pressekontakt:
Dr. Roland Stahl, Tel.: 030 / 4005 – 2202
Tanja Hinzmann, Tel.: 030 / 4005 – 2240
Nadine Jahnz, Tel.: 030 / 4005 – 2208
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