Jena (ots) – Am 12. Mai wurde im Beisein von Christian Carius, Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr des Freistaates Thüringen, die Richtkrone an Thüringens erstem Passiv-Mehrfamilienhaus aufgezogen. “Nach der Fertigstellung des Rohbaus haben wir nun den energiesparenden Bautypen entsprechend symbolisch die erste Dämmplatte angebracht”, sagt Stefan Wosche-Graf, Geschäftsführer der jenawohnen GmbH, und ergänzt: “Wir möchten mit diesem Pilotprojekt neue Maßstäbe in Sachen Energieeffizienz im Bauen in Thüringen setzen.” Mit der Errichtung ist die Bilfinger Berger Hochbau GmbH beauftragt, deren Zweigniederlassung Jena schon mehrfach für die Wohnungsgesellschaft tätig war.
Nach der Grundsteinlegung am 12. Oktober 2010 wurde am 26. Oktober 2010 planmäßig mit dem Bau des ersten Passiv-Mehrfamilienhauses in Thüringen begonnen. Auf dem etwa 800 Quadratmeter großen Grundstück in der Kunitzer Straße im Jenaer Ortsteil Wenigenjena entstehen auf drei Etagen zwölf Energiespar-Wohnungen zwischen 70 und 100 Quadratmetern Nutzfläche. “Die moderne Bauweise, die günstige Lage und Infrastruktur im Umfeld sowie die energetisch durchdachte Gebäudetechnik sollen die künftigen Mieter besonders ansprechen”, sagt Stefan Wosche-Graf, Geschäftsführer der jenawohnen GmbH. “Das Angebot richtet sich insbesondere an Mietinteressenten, die die neuartige Technik und das umweltfreundliche Wohnen zu schätzen wissen”, so Wosche-Graf weiter.
Das Objekt zeichnet sich durch einen niedrigen Energieverbrauch aus. Im Vergleich zu einem Haus in normaler Bauweise wird ein Heiz-Energieverbrauch von unter 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter pro Jahr erwartet. Mit dem Passivhaus-Projekt unterschreitet die jenawohnen deutlich die gesetzlichen Vorgaben der EnEv 2009 (Energieeinsparverordnung). Zum Einsatz kommen Techniken, wie dezentrale Kompakt-Lüftungszentralen mit Wärmerückgewinnung zur Vorerwärmung der Zuluft. Eine Brennwerttherme unterstützt das System. Die dreifach verglasten Fenster mit Kryptonfüllung und ein 30 Zentimeter starkes Wärmedämmverbundsystem dichten den Baukörper ab. Zur Warmwasser-bereitung steht eine Solaranlage zur Verfügung. Die benötigte Wärme zur Beheizung der Räume wird aus passiven Quellen gewonnen. Hierzu wird die abgestrahlte Wärme technischer Geräte in den Wohnungen und Sonnenergie genutzt. Der geminderte Heizwärme-Bedarf schont die Umwelt und sorgt zudem für eine finanzielle Entlastung der Endnutzer. Die Mieter werden von optimal temperierten Räumen ohne Platzverlust durch Heizkörper profitieren.
In Neubau und Sanierung fließen in den kommenden fünf Jahren insgesamt bis zu 80 Millionen Euro. Über 600 Millionen Euro wurden bereits seit 1991 für die Wohnungsbestände aufgewendet.
Zur jenawohnen GmbH
jenawohnen bewirtschaftet mit 14.000 Mieteinheiten ein Viertel aller Wohnungen in der Stadt Jena und ist damit Jenas größtes Wohnungsunternehmen. Im Fokus der Geschäftstätigkeit steht eine hohe Kundenzufriedenheit, basierend auf einem attraktiven Service- und Sozialmanagementkonzept sowie die stete Instandhaltung und Sanierung des Bestandes. Das Unternehmen gehört zur Stadtwerke Jena Gruppe.
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