Berlin (ots) – Nur gut jede dritte Mutter stillt ihr Kind wie
empfohlen ein halbes Jahr lang überwiegend oder ausschließlich. Wenn
das Stillen zeitlich begrenzt nicht möglich ist, etwa weil Baby und
Mutter vorrübergehend getrennt sind, ist das Abpumpen der Muttermilch
eine gute Alternative. Jede vierte Mutter leiht sich dafür in einer
wohnortnahen Apotheke eine Milchpumpe. Dies ist ein Ergebnis einer
repräsentativen infas-Umfrage bei 773 Eltern von Kindern unter sechs
Jahren im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher
Apothekerverbände. Die Pumpenteile, die mit Muttermilch in Berührung
kommen, werden nur von einer einzigen Frau benutzt. Die Milchpumpe
wird vor dem Verleih an andere Mütter entsprechend gereinigt.
Die Milchpumpen sollten regelmäßig mehrmals pro Tag benutzt
werden, damit die Milchbildung erhalten bleibt. Beim Abpumpen von
Muttermilch steht Hygiene an oberster Stelle. Vor der Benutzung der
Milchpumpe sollte sich die Mutter die Hände und Fingernägel gründlich
waschen. Die Brüste werden nur mit Wasser abgespült, da Seifenzusätze
die Haut austrocknen können. Für gesunde Säuglinge reicht es aus,
wenn die leeren Flaschen und Sauger in der Spülmaschine gereinigt
oder ausgekocht werden. Abgepumpte und im Anschluss gekühlte
Muttermilch sollte innerhalb von 72 Stunden verfüttert werden.
Gefrorene Muttermilch kann in der Kühltruhe bis zu einem halben Jahr
aufbewahrt werden, muss aber schonend aufgetaut werden.
Mikrowellengeräte eignen sich weder für das Auftauen noch für das
Erwärmen der Milch. Fragen zu Milchpumpen und zum Stillen beantworten
Apotheker gerne individuell.
Diese Pressemitteilung und weitere Informationen auch unter
www.abda.de
Pressekontakt:
Dr. Ursula Sellerberg
Stellv. Pressesprecherin und Apothekerin
Tel. 030-40004 -134, Fax -133
E-Mail: u.sellerberg@abda.aponet.de
www.abda.de
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