(pressebox) Stuttgart, 23.10.2009,
Die japanischen Importeure in Deutschland, die teilweise massiv von der Abwrackprämie profitiert haben, wollen ihre gestiegenen Marktanteile auch in den nächsten Jahren halten und noch ausbauen. Zu Beginn der Tokio Motor Show nannten die Deutschland-Chefs japanischer Hersteller teilweise sehr ehrgeizige Ziele für ihren meist wichtigsten Markt in Europa. Dabei vereinen die japanischen Marken schon heute rund elf Prozent des deutschen Marktes auf sich, während die Deutschen in Japan zusammen gerade einmal auf rund vier Prozent kommen.
Allein Weltmarktführer Toyota, der in diesem Jahr bundesweit auf etwa 150.000 Neuzulassungen und vier Prozent Marktanteil kommen will, plant "mittelfristig seinen Marktanteil auf fünf Prozent" zu erhöhen, sagte Deutschland-Chef Alain Uyttenhoven in der am heutigen Donnerstag erscheinenden Ausgabe von auto motor und sport. Dabei geht der Uyttenhoven von einem Gesamtmarkt von knapp über drei Millionen Neuzulassungen aus.
Mazda-Chef Josef Schmidt plant einen Ausbau von 65.000 in diesem Jahr auf 75.000 Neuzulassungen. "2009 ist unser Ziel, rund 65.000 Mazda im deutschen Markt zu verkaufen und damit den Marktanteil von 1,7 Prozent zu halten. Für 2010 streben wir einen Marktanteil von mindestens zwei Prozent an, was bei einem prognostizierten Gesamtmarkt von 2,75 Millionen Fahrzeugen etwa 55.000 Einheiten entspricht." Für die Jahre danach sieht Mazda gute Chancen, den Marktanteil weiter zu erhöhen. "Ich glaube, dass wir mittelfristig in Deutschland einen Marktanteil von 2,5 Prozent verdienen - bei einem Gesamtmarkt, der sich irgendwo bei drei Millionen Neuzulassungen im Jahr einpendeln wird." Das würde einen Neuwagenabsatz von rund 75.000 bedeuten.
Honda-Deutschlandchef Takayuki Arima will ebenfalls deutlich von 40.000 in diesem Jahr auf über 60.000 Einheiten zulegen. "Im Jahr 1992 hatten wir schon einmal 64.000 Neuzulassungen. Ich denke, das ist eine durchaus realistische Größenordnung für die Zukunft", so Arima. Damit hat Arima das vor der Finanzkrise genannte Absatzziel von 100.000 Fahrzeugen in Deutschland faktisch aufgegeben. "Wir halten zwar an der Messlatte der 100.000 Einheiten für Deutschland fest, wann wir sie verbuchen, möchte ich heute noch nicht sagen. Dafür brauchen wir zudem neue Produkte und Händler."
Mitsubishi-Deutschlandchef Martin van Vugt will den Absatz bis 2012 um ein Drittel von 30.000 in diesem Jahr auf 40.000 Autos steigern. "Unser Ziel sind 40.000 Neuzulassungen. Das ist einfach die Größenordnung, wo wir hingehören", so van Vugt.
Eine Verdoppelung des Absatzes ist das Ziel von Subaru-Deutschlandchef Jens Becker, der allerdings einräumen muss, dass Subaru derzeit hofft, den Absatz von 2008 wiederholen zu können. "Für das Gesamtjahr gehen wir immer noch vom gleichen Ergebnis aus wie im letzten Jahr, also von rund 9.700 Neuzulassungen." Dennoch hofft Subaru, den Absatz bis 2012 verdoppeln zu können. "Mittelfristig wollen wir in Deutschland 20.000 Einheiten erreichen. Das dazu neue oder zusätzliche Modelle gehören ist klar."
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