Hamburg (ots) – IHKs verlangen keine Riesenbeiträge / Kolportierte
IHK-Geschäftsführer-Gehälter von 600.000 Euro gibt es nicht
Hamburg, 24. Februar 2010 – Der Deutsche Industrie- und
Handelskammertag (DIHK) hat seine Finanzanlagen wegen der Finanzkrise
und erlittener Verluste neu ausgerichtet. Der
DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sagte gegenüber dem
Wirtschaftsmagazin ‘impulse’ (Ausgabe 3/2010, EVT 25. Februar): “Wir
haben beim DIHK unsere Neuanlagen in Fonds derzeit komplett gestoppt
und mehr in Festgeld angelegt. Wir spekulieren nicht”. Außerdem hob
Wansleben hervor, dass die IHKs sehr viel offener mit ihrer
finanziellen Situation umgehen. “Wir vertuschen unsere Pensionslasten
nicht, sondern betreiben systematisch Vorsorge und bilden
ausreichende Rückstellungen.” Allerdings habe man beim DIHK auch nach
acht Jahren der Sanierung immer noch “rund 50 Millionen Euro
Altersrückstellungen, die wir in den nächsten Jahren weiter
ausfinanzieren werden”.
Im ‘impulse’-Interview wollte Wansleben auch gleich “mit der Mär
aufräumen, dass die IHKs Riesenbeiträge erheben”. Es ginge dabei für
die Unternehmen nicht um Sein oder nicht Sein: “Durchschnittlich 40
Prozent der Mitglieder zahlen gar keinen Beitrag, die übrigen im
Schnitt 280 Euro – nicht in der Woche oder im Monat, sondern im
Jahr!” Außerdem seien die IHKs in den vergangenen Jahren bei den
Beiträgen systematisch heruntergegangen.
Der DIHK-Chef wies im ‘impulse’-Interview auch auf die effizienten
und preisgünstigen Leistungen der IHKs beispielsweise in der
Ausbildung hin: “Davon profitiert jeder.” Und auch die Unterstützung
des neuen Kredit-Mediators mit sieben Mitarbeitern in Frankfurt sei
hervorzuheben: “Da ist es ein Segen, dass es uns gibt.”
Den Vorwurf zu hoher Geschäftsführer-Gehälter in den IHKs wies
Wansleben kategorisch zurück: “Kolportierte Gehälter von 600.000 Euro
gibt es in unserer Organisation nicht, und ich hielte sie auch nicht
für angemessen.”
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