Hockenheim (ots) – Das letzte Rennen der IDM 125-Saison 2011 in Hockenheim konnte Luca Amato für sich entscheiden. Vor 18.250 Zuschauern fuhr er mit 3,329 Sekunden Vorsprung als Erster über die Ziellinie. Philipp Öttl (KTM) wurde Zweiter vor Michael Ecklmaier (Honda). Die Titelentscheidung konnte nur noch zwischen Amato und seinem RZT-Racing-Teamkollegen, Jack Miller, entschieden werden. Da Miller sich in der letzten Runde noch auf den vierten Platz fahren konnte, sicherte sich der Australier mit nur einem Punkt Vorsprung den Meistertitel.
Am besten kam Florian Alt (KTM) von Startplatz fünf aus weg und bog als Erster in die erste Kurve. Er konnte sich allerdings nur eine Runde in Führung halten, dann machte Amato ernst und ging in Führung. Mit freiem Sichtfeld setzte er sich direkt ab und fuhr bis zum Ziel über drei Sekunden Vorsprung heraus.
In der Verfolgergruppe kämpften Ecklmaier, Luca Grünwald, Toni Finsterbusch (beide KTM), Miller und Öttl um die Positionen. Zur Mitte des Rennens verabschiedeten sich die Teamkollegen vom Freudenberg Racing Team – Grünwald und Finsterbusch – aus dieser Gruppe. Während der Meister von 2010 noch als Neunter über die Linie fahren konnte, musste Finsterbusch das Rennen nach einem Sturz aufgeben, blieb aber unverletzt.
Fünf Runden vor Schluss spitzte sich der Titelkampf auf den Positionen vier und fünf zu. Die beiden Beteiligten, Miller und Alt, berührten sich in der Anfahrt auf die erste Kurve, weshalb Alt einen weiten Bogen fahren musste. Der junge Nümbrechter fuhr die Lücke zum Australier aber wieder zu und konnte an ihm vorbei gehen. “In der letzten Runde musste ich wirklich alles auf eine Karte setzen, denn der fünfte Platz hätte mir nicht zum Titel gereicht”, sagte Miller nach dem Rennen.
Sein Teamkollege und Sieger, Luca Amato, war nach dem Rennen enttäuscht, hatte sich aber nichts vorzuwerfen. “Ich habe alles gegeben. Ich wusste, dass es schwer wird. Ich bin voll auf Sieg gefahren, was auch funktioniert hat, weil ich das ganze Wochenende ein perfektes Motorrad hatte”, so der Bergisch-Gladbacher. Öttl konnte sich im Spurt zur Ziellinie gegen Ecklmaier durchsetzen. Ecklmaier spielte im Rennen eine entscheidende Rolle, da er Miller auf die vierte Position verwies. “Ich bin ganz einfach mein eigenes Rennen gefahren. Ich wollte mit einem Podium die Saison abschließen”, sagte er. Öttl war mit seinem zweiten Platz nicht besonders zufrieden, weil er gern noch einen Sieg feiern wollte. “Ich kann mich schon mit dem zweiten Rang anfreunden, aber natürlich hätte ich lieber gewonnen. Vielleicht können wir bei den letzten beiden Läufen der spanischen Meisterschaft Luca [Amato] doch noch einmal schlagen”, zeigte sich Öttl zuversichtlich.
Ergebnisse IDM 125:
8. Lauf: 1. Luca Amato (Bergisch-Gladbach/Aprilia) 19:14,216 Min., 2. Philip Öttl (Ainring/KTM) 3,329 Sek. zur., 3. Michael Ecklmaier (Gars/Honda) 3,368 Sek. zur., 4. Jack Miller (AUS/Aprilia) 4,477 Sek. zur., 5. Florian Alt (Nümbrecht/KTM) 4,714 Sek. zur., 6. Bryan Schouten (NED/ Honda) 6,217 Sek. zur.
IDM-Endstand nach 8 Rennen:
1. Miller 154, 2. Amato 153, 3. Alexander Kristiansson (SWE/KTM) 82, 4. Öttl 80, 5. Luca Grünwald (Waldkraiburg/KTM) 78, 6. Schouten 75
Weitere Informationen und Pressefotos finden Sie auf der IDM-Homepage unter www.idm.de .
Text: Clemens Schreiter
Pressekontakt:
IDM Int. Deutsche Motorradmeisterschaft
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