Hohe Gasversorgungszuverlässigkeit in Deutschland



(pressebox) Bonn, 20.10.2009,

Für das Jahr 2008 lag die durchschnittliche Nichtverfügbarkeit von Gas in Deutschland bei einer Minute je Letztverbraucher. Diesen Wert hat die Bundesnetzagentur anhand von Berichten, die die Netzbetreiber jährlich vorzulegen haben, ermittelt. Er bestätigt die hohe Versorgungszuverlässigkeit im Bereich der Gasnetze.

"Insgesamt haben 704 Netzbetreiber für das Jahr 2008 ca. 66.900 Versorgungsunterbrechungen gemeldet, davon waren 21.000 ungeplant und 45.900 geplant. Umgerechnet auf die Letztverbraucher ergibt sich dadurch eine Nichtverfügbarkeit von Gas in Höhe von einer Minute. Im Jahr 2007 lag dieser Wert noch bei rund vier Minuten. Allerdings hat die höhere durchschnittliche Nichtverfügbarkeit des Vorjahres ihren Grund in singulären Ereignissen wie Großstörungen", sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.

"Der Wert von einer Minute für die durchschnittliche Nichtverfügbarkeit von Gas ist ein Gradmesser für die hohe Qualität der deutschen Gasversorgungsnetze. Ich appelliere an die Unternehmen, nachhaltig Vorsorge zu treffen, damit dieses hohe Niveau auch in Zukunft gehalten werden kann," so Kurth.

Die Betreiber von Gasversorgungsnetzen haben der Bundesnetzagentur gemäß § 52 Energiewirtschaftsgesetz jährlich über alle in ihrem Netz aufgetretenen Versorgungsunterbrechungen, die spürbare Auswirkungen auf den Letztverbraucher haben, einen Bericht vorzulegen. Dieser Bericht enthält mindestens Zeitpunkt, Dauer, Ausmaß und Ursache jeder Versorgungsunterbrechung.

Die Versorgungszuverlässigkeit für Deutschland wurde anhand der international anerkannten Methoden für Stromnetze berechnet. Der sog. SAIDI-Wert (System Average Interruption Duration Index) gibt die "durchschnittliche Versorgungsunterbrechung in Minuten je angeschlossenem Letztverbraucher" an.

Bei der Berechnung des Wertes wurden nur die ungeplanten Unterbrechungen mit spürbaren Auswirkungen auf die Letztverbraucher berücksichtigt, die auf das Verhalten eines Netzbetreibers, die Einwirkung Dritter, Folgestörungen und sonstige ungeplante Unterbrechungsanlässe zurückzuführen sind. Um zu verhindern, dass z. B. einmalige Naturkatastrophen mit in den jährlichen Wert einfließen, und um die Vergleichbarkeit zu den Werten anderer Jahre zu gewährleisten, wurden ungeplante Versorgungsunterbrechungen aufgrund höherer Gewalt nicht mit einbezogen.
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