High-Speed Radio Downlink von der ISS



(pressebox) Pforzheim, 27.05.2009, Bei den unterschiedlichen Experimenten, die auf der ISS (International Space Station) durchgeführt werden, fallen riesige Datenmengen an. Deren schnelle Übertragung zur Bodenstation stellte bisher ein Nadelöhr dar, das nun mit einem neuen High-Speed Radio Downlink beseitigt wird. Vorbildlich kooperiert bei der Lösungsfindung haben dabei die Unternehmen ELMA und SAIT.

Erste Anwendung findet dieser High-Speed-Link Richtung Erde bei der Übertragung der Daten einer Hyperspectral-Kamera (remote sensing hyperspectral camera) in der russischen Sektion der ISS. Wegen des enormen Geschwindigkeitsgewinns haben darüber hinaus bereits jetzt schon weitere Wissenschaftler höchstes Interesse für diesen innovativen Übertragungsweg angemeldet.

Aufgebaut ist das System in einem würfelförmigen ATR-Gehäuse (Air Transport Rack) von ELMA, das von den Systemspezialisten aus Pforzheim mit einer modifizierten cPCI-Backplane sowie einem DC/DC-Wandler als Netzteil und leistungsfähiger Kühlung bestückt ist. Vom Kunden SAIT dagegen kommt das gesamte Innenleben: In der wesentlichen Funktion stellt es eine Speicher- und Schnittstelleneinheit dar. Als cPCI-Karten werden ein spezifischer PC in Embedded-Bauweise mit einer Flash Disk für höchste Ansprüche sowie mehreren speziell entwickelten Hochgeschwindigkeitsinterfaces verwendet. Über diese werden die Informationen von den wissenschaftlichen Einrichtungen über das ISS-interne Ethernet-Netzwerk empfangen. Nach Zwischenspeicherung werden die Daten über einen separaten Transmitter zur Erde übertragen. Darüber hinaus enthält das neu entwickelte System die Steuerung und Fernwartung für die wissenschaftlichen Experimente der ISS und für den Downlink-Transmitter.

SAIT hat sich in der Vorprojektphase mit mehreren Systemlieferanten beraten. Dabei zeigte sich, dass der Ansatz eines voll integrierten Systems mit Single Board Computer technisch nicht zufriedenstellen konnte. Deshalb fiel die Entscheidung zugunsten eines 19"-Systems von ELMA. Überzeugt hat vor allem die große Erfahrung, welche die dortigen Spezialisten bei der Realisierung von Kundenprojekten aufweisen können. Referenzen sind die zahllosen Anwendungen mit höchster Anforderung an die mechanische und elektrische Stabilität, die ELMA bereits für Luft- und Raumfahrtanwendungen in die Praxis umgesetzt hat. Dies spiegelte sich bereits in der schnellen, kooperativen und überzeugenden Ausarbeitung eines detaillierten Konzeptes in der Vorphase des Projektes wider. Auf dieser Basis wurde dann die jetzige Lösung entwickelt, gefertigt und erfolgreich eingesetzt.

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Blogspan.net (Alexander Baumgärtner) übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.

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