Hasso-Plattner-Institut für Software-Systemtechnik: Elitestudium für IT-Ingenieure



(pressebox) Potsdam, 16.10.2009,

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- Es wird als erstes und bisher einziges Uni-Institut vollständig privat finanziert
- Nirgendwo sonst kann man "IT-Systems Engineering" studieren – eine praxisnahe Alternative zum herkömmlichen Informatikstudiengang
- Seine "School of Design Thinking" bietet Studierenden aller Fachgebiete eine innovative Zusatzausbildung im erfinderischen Entwickeln an.

Das 1998 gegründete HPI gilt als "Shooting-Star im Fach Informatik" (Zeitschrift Karriere, Juni 2006) und hat bei Rankings jüngst hervorragende Ergebnisse erzielt. Zum Beispiel ordnete das Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) den HPI-Studiengang in vier der fünf wichtigsten Kategorien (Studiensituation, Betreuung, IT-Infrastruktur, Forschungsgelder) jeweils der Spitzengruppe der Universitäten zu. Die deutsche Bundesregierung würdigte die Leistungen des Hasso-Plattner-Instituts und seines Stifters, in dem sie ihren ersten Nationalen IT-Gipfel im Dezember 2006 am HPI veranstaltete. Das Institut kooperiert mit renommierten internationalen Wissenschaftseinrichtungen wie zum Beispiel der Stanford University und dem Massachusetts Institute of Technology.

Public Private Partnership

Geschaffen worden war das HPI auf dem Weg einer Public-Private-Partnership. Träger ist die gemeinnützige "Hasso-Plattner-Stiftung für Softwaresystemtechnik". Das Land Brandenburg beteiligte sich an ihr, in dem es die Grundstücke für die Institutsbauten am Griebnitzsee in Potsdam-Babelsberg zur Verfügung stellte. Die dort im Jahr 2000 errichteten Gebäude wurden 2005 erstmals ergänzt. Ein neuer Erweiterungsbau wird 2010 fertig.

Wissenschaftsförderer Hasso Plattner hat sich verpflichtet, der Stiftung für den laufenden Instituts-Betrieb mehr als 50 Millionen Euro aus seinem persönlichen Vermögen zur Verfügung zu stellen. Mittlerweile hat sich sein finanzielles Engagement mehr als vervierfacht, so dass sich der Gesamtbetrag auf deutlich über 200 Millionen Euro erhöht.

450 Studierende, 50 Professoren und Dozenten, 530 Abschlüsse

Seit Lehrbeginn im Wintersemester 1999/2000 erhielten fast 400 Studierende den Bachelor- und mehr als 140 Studierende den Master-Abschluss. Darüber hinaus wurden in dieser Zeit 22 Promotionsprojekte abgeschlossen. Rund 90 sind momentan in Bearbeitung. Derzeit zählt das Institut rund 450 Studenten, davon 280 für den Bachelor- und 170 für den Masterstudiengang. Am HPI lernen sie, komplexe IT-Systeme und Softwareprodukte zu verstehen, zu entwickeln und zu beherrschen. Sie werden damit für leitende Managementpositionen in der IT-Industrie wie die eines Software-Architekten, eines Projektleiters oder eines Chief Technology Officers (CTO) vorbereitet. Angestrebt wird vom HPI insbesondere die Schaffung einer Ingenieurskultur im IT-System Engineering. Gegenwärtig arbeiten am Institut rund 50 Professoren und Lehrbeauftragte. Die Professoren des HPI werden in der Regel gemeinsam mit der Universität Potsdam berufen. Die Studierenden sind an der Universität Potsdam immatrikuliert und erhalten nach erfolgreichem Studium den international anerkannten Abschluss eines Bachelor of Science und Master of Science. Die Kooperation der gemeinnützigen "Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH" mit der Universität Potsdam ist vertraglich geregelt.

Optimale Studien- und Arbeitsbedingungen

Weil die technische und bauliche Ausstattung sowie das Verhältnis der Zahl der Studierenden zur Anzahl der Professoren und Dozenten ausgezeichnet sind, findet die wissenschaftliche Nachwuchs-Elite beste Studien- und Forschungsbedingungen an der Potsdamer Pionier-Einrichtung vor. Am Institut wird die persönliche Betreuung jedes einzelnen Studierenden groß geschrieben. Studienanfängern – jedes Jahr werden zum Wintersemester höchstens 80 der am besten qualifizierten Bewerber angenommen – erleichtert ein begleitendes Seminar den Einstieg. Wer die Zulassung zum Master-Studiengang bekommt (maximal 60 Plätze pro Jahr), wird von einem Professor als Mentor persönlich betreut. Jeder Studierende findet einen freien Computer-Arbeitsplatz in den Laboren und Seminaren. Studiengebühren fallen dennoch nicht an.

HPI Research School

Seit Oktober 2005 betreibt das HPI mit der Research School "Service-Oriented Systems Engineering" eine Doktorandenschule nach Vorbild der DFG-Graduiertenkollegs. Jährlich werden bis zu sieben Doktoranden und drei Post-Doktoranden aufgenommen und erhalten Stipendien. Im April 2009 bekam das Forschungskolleg eine "Filiale" in Südafrika. Von der "HPI Research School at University of Cape Town" aus arbeiten seitdem drei südafrikanische Doktoranden im Forscherteam mit.

HPI School of Design Thinking

Die "HPI School of Design Thinking" – sie wurde 2007 geschaffen – vermittelt Studierenden aus vielen verschiedenen akademischen Fachrichtungen die Fähigkeit, in multidisziplinären Teams besonders benutzerfreundliche IT-nahe Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Das HPI kooperiert dabei eng mit der US-Eliteuni Stanford. Im November 2008 starteten beide ein gemeinsames Innovationsforschungsprogramm.
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