Hamburg (ots) – 14. April 2010 – Die deutsche Politik tut immer
noch zu wenig, um für Unternehmensgründer die richtigen
Rahmenbedingungen zu schaffen, die ein guter Nährboden für Startups
sind. Diese Einschätzung äußerte der ehemalige Dresdner Bank-Chef und
jetzt Gesellschafter des Gründernetzwerks Forum Kiedrich, Herbert
Walter, gegenüber dem neuen und ersten der zwei
“Gründerzeit”-Sonderhefte des Wirtschaftsmagazin ‘impulse’ in diesem
Jahr (Ausgabe 1/2010, EVT 15. April, Einzelverkaufspreis 7,50 Euro).
Sein Hauptvorwurf in Richtung der Förderpolitik lautet: “Wir
verzetteln uns mit unseren Angeboten.”
Im Ausland würden Startups laut Walter gezielter gefördert:
“Nehmen Sie Australien: Dort werden Franchise-Nehmer in den ersten
drei Jahren von der Ertragssteuerzahlung befreit.” Das habe dort zu
einem enormen Gründungsboom geführt. Und in Finnland könnten
beispielsweise Wissenschaftler, die sich selbstständig machen wollen,
ein Stipendium beantragen.
In Bezug auf die schwierige Finanzierung von Gründungsvorhaben
nahm Walter die Banken in Schutz: “Die Banken arbeiten mit dem Geld,
das ihnen Sparer anvertraut haben. Deshalb können sie nicht der erste
Finanzpartner bei einer risikoreichen Gründung sein.” In der
Startphase benötigten angehende Unternehmer vor allem
Gründungskapital, das aus dem persönlichen Umfeld sowie aus
Förderprogrammen oder Fonds stammen sollte.
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Joachim Haack, Sprecher G+J Wirtschaftsmedien
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