(pressebox) Regensburg, 04.06.2009, .
- Max-Planck-Institut für molekulare Genetik erteilt GENEART einen Großauftrag zur Herstellung von Genen und Genvarianten
- Erwartetes Auftragsvolumen liegt bei rund 300.000 EUR
- Gelieferte Gene werden im Rahmen des Mutanom-Projekts verwendet
- Ziel des Mutanom-Projekts ist die Erforschung der Auswirkungen von Mutationen im Erbgut und ihre Bedeutung für genetisch bedingte Erkrankungen
Die GENEART AG, Weltmarktführer für Gensynthese und Spezialist in der Synthetischen Biologie, hat einen Großauftrag vom Max-Planck-Institut (MPI) für molekulare Genetik erhalten. GENEART wird für das vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) geförderte Projekt "Mutanom – Systembiologie genetisch bedingter Erkrankungen" in den nächsten zwei Jahren die benötigten Gene und Genvarianten herstellen. Das erwartete Auftragsvolumen liegt bei rund 300.000 EUR.
Ziel des Mutanom-Projekts, zu dem das Max-Planck-Institut für molekulare Genetik, das Deutsche Krebsforschungszentrum und das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, sowie Partner mit Expertise im Bereich der klinischen Entwicklung gehören, ist die Erforschung der Auswirkungen von Variationen (Mutationen) im Erbgut (Genom) des Menschen. Für die Untersuchungen benötigen die Projektpartner eine große Anzahl von Genvarianten, die von GENEART bioinformatisch designt und anschließend produziert werden. Zunächst werden sich die Untersuchungen im Rahmen des Projekts auf solche Mutationen konzentrieren, die bekanntermaßen bei bestimmten Krankheiten, z.B. bei Krebs, eine Rolle spielen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen anschließend direkt in die Entwicklung neuer Diagnose- und Behandlungsstrategien fließen. Beim Mutanom-Projekt handelt es sich um einen integrierten Verbund der medizinischen Genomforschung, der über das Nationale Genomforschungsnetz finanziert wird.
"Wir freuen uns, dass GENEART vom MPI für molekulare Genetik für dieses Projekt ausgewählt wurde. Mit der Gensynthese ermöglichen wir unseren Kunden einen einfachen und flexiblen Zugang zu jeder benötigten Gensequenz. Gewonnene Erkenntnisse aus Sequenzierprojekten und folgenden bioinformatischen Analysen können dadurch mit nur geringer Verzögerung im Labor überprüft werden. Die GENEART Technologie eröffnet damit Forschern die Möglichkeit, Forschungsziele schneller und kostengünstiger zu erreichen als mit herkömmlichen Methoden der Molekularbiologie", sagt Prof. Dr. Ralf Wagner, Vorstandsvorsitzender der GENEART AG.
Weitere Information zum Mutanom-Projekt sind unter www.mutanom.org verfügbar.
Über das Mutanom Projekt:
Das Projekt wird durch die NGFN Plus Research Initiative gefördert. Das IG (Integrated Genome) Mutanom Projekt zielt darauf, die Funktionen somatischer Mutationen zu charakterisieren und Modelle zu entwickeln, die das Ergebnis solcher genetischen Veränderungen auf molekularer, zellulärer und organismischer Ebene vorhersagen. Die Ergebnisse dieses Projekts werden bereits ab einem sehr frühen Stadium, im klinischen Bereich und im Public Health Sektor genutzt, um neue diagnostische und therapeutische Strategien zu identifizieren. Am Anfang des Projekts werden sich die Bemühungen auf die Charakterisierung von "driver" Mutationen (z.B. Mutationen die bei Krebs als Folge von selektivem Druck entstehen) konzentrieren, die bereits aus Datenbanken und wissenschaftlichen Publikationen ausgewählt wurden und die nun in enger Kooperation in den verschiedenen Teilprojekten charakterisiert werden. Das Konsortium verfügt über komplementäre Expertise in den Bereichen Proteomik (MPIMG, DKFZ, MDC), funktionelle Genomik (MPIMG, DKFZ) und Modelling (MPIMG). Klinische Partner und Firmen (z.B. Cellzome) sind Teil des Projekts und werden massenspektrometrische Analysen und Expressionsprofile durchführen sowie Gewebeproben und Klone zur Verfügung stellen. Akademische Experten (SOCMED) werden von Anfang an sicherstellen, dass die Ergebnisse in vollem Ausmaße für praktische Anwendungen genutzt werden. Ziele und Gesamtstruktur des Projekts sind beschrieben unter www.mutanom.org.
Dieses Dokument kann Schätzungen, Prognosen und Annahmen im Hinblick auf unternehmerische Pläne und Zielsetzungen, Produkte oder Dienstleistungen, zukünftige Ergebnisse oder diesen zugrunde liegenden oder darauf bezogene Annahmen enthalten. Jede dieser in die Zukunft gerichteten Angaben unterliegt Risiken und Ungewissheiten, die nicht vorhersehbar sind und außerhalb des Kontrollbereichs der GENEART AG liegen. Viele Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von denen abweichen, die in diesen zukunftsgerichteten Angaben enthalten sind.Über GENEART Europe AG
Seit dem Markteintritt im Jahre 2000 hat sich GENEART zum Weltmarktführer bei der Herstellung synthetischer Gene entwickelt und ist heute einer der weltweit führenden Spezialisten in der Synthetischen Biologie. Das Unternehmen stellt Schlüsseltechnologien für die Entwicklung und Herstellung neuer Therapeutika und Impfstoffe bereit. Gleichzeitig verwenden Kunden die GENEART Dienstleistungen zur Verbesserung von Enzymen z.B. als Waschmittelzusätze und zur Konstruktion von Bakterien, die komplexe Biopolymere herstellen oder abbauen (z.B. Kunststoffe, Erdöl etc.). Das Leistungsspektrum reicht damit von der Herstellung synthetischer Gene nach DIN EN ISO 9001:2000, über die Generierung von Genbibliotheken in der kombinatorischen Biologie bis hin zur Produktion und Entwicklung DNA basierter Wirkstoffe. Das Unternehmen mit über 190 Mitarbeitern in Regensburg und bei den Tochtergesellschaften GENEART Inc. in Toronto/Kanada und GENEART Inc. in San Francisco/USA ist seit Mai 2006 an der Deutschen Börse gelistet.
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