GDBA ruft neue Koalition zu mehr Investitionen in die Schiene auf / Hommel: Ansonsten droht Rückfall in eisenbahnpolitische Steinzeit



Frankfurt/Main (ots) – Der Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel, hat die Berliner Koalitionäre aufgefordert, so schnell wie möglich deutlich zu machen, wieviel Bahnverkehr es nach deren Auffassung in den nächsten Jahren noch geben soll. “Wenn Deutschland in der Frage der Schienen-Investitionen im europäischen Vergleich weiterhin am unteren Ende der Skala zu finden ist, wird das Verkehrsmittel Bahn an Attraktivität verlieren”, stellte der GDBA-Chef fest. Das Deutschland sich vorwerfen lassen müsse, gemessen am Brutto-Inlandsprodukt, kaum mehr in die Schienen-Infrastruktur zu investieren als die Türkei, sei beschämend.

“Die deutsche Industrie entwickelt Hightech-Züge, die sich in der ganzen Welt verkaufen und im eigenen Land verfallen wir in Dilettantismus”, kritisierte Hommel. So sei bis heute die Frage ungelöst, wie die zunehmende Zahl an Frachtcontainern aus den deutschen Häfen ins Hinterland abtransportiert werden sollen. Hier müssten dringen neue Gleisanlagen gebaut und bestehende ertüchtigt werden. Doch statt zu investieren und so die Wirtschaft anzukurbeln würde schon seit Jahren nur diskutiert und lamentiert.

Gleichzeitig rief der GDBA-Chef die CDU, CSU und FDP dazu auf, einen “Masterplan Personenverkehr” zu erarbeiten. Zudem müsse festgeschrieben werden müsse, wie sich die Verkehre in Deutschland mittelfristig entwickeln sollen und welche Investitionsmittel, etwa für die Schienen-Infrastruktur, bereitgestellt werden.

“Regierungsfähigkeit wird nicht mit ideologischen Forderungen nach Zerschlagung der DB AG demonstriert, die Menschen wollen wissen, wie sie auch morgen noch mit Bussen und Bahnen zu Arbeit kommen. Dies gelte vor allem für die ländlichen Regionen, fernab der Ballungsräume”; machte Hommel deutlich.

Während in ganz Europa die großen Industrieländer hohe Summen in ihre Schienennetze investierten, falle der künftigen Regierung nur ein, den Eisenbahnen in Deutschland Konkurrenz durch die Zulassung von Überlandbussen zu machen und damit die ohnehin schon überlasteten Autobahnen noch weiter zu verstopfen, kritisierte der Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA.

Pressekontakt:

Verkehrsgewerkschaft GDBA – Westendstr. 52 – 60325 Frankfurt am Main
Pressesprecher: Uwe Reitz – Mobil: 0173 6996363 –
Mail: uwe.reitz@gdba.de

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