Flensburg (ots) – Von Sigmar Gabriel selbst stammt das Kriterium, es solle derjenige kandidieren, der die besten Wahlchancen habe. Das wäre nach derzeitigem Stand Peer Steinbrück. Mit ihm drohte der SPD jedoch ihr altes Dilemma, ausgerechnet mit dem Kandidaten Erfolg zu suchen, mit dem sich die Partei am wenigsten identifizieren kann – wie bei Helmut Schmidt und Gerhard Schröder. Beide fanden Anklang beim Wahlpublikum, waren aber in der Partei ungeliebt und scheiterten letztlich an den eigenen Leuten. Gabriel kennt diese Problematik. Mit der Schwächung von Andrea Nahles kann er seine Chance verbessern, nach der Kandidatur zu greifen, wenn die Gelegenheit günstiger erscheint.
Autor: Thomas Habicht
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